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Nistkästen in zehn Minuten ausverkauft

Natur- und Umweltschutzverein Nistkästen in zehn Minuten ausverkauft

In kürzester Zeit waren die 50 Nistkästen am Sonntag ausverkauft: Der Natur- und Umweltschutzverein Molfsee war selbst vom Erfolg der eigenen Aktion überrascht. In den Kästen sollen Blau- und Kohlmeisen, Stare und Feldsperlinge brüten. Weil alte Bäume verschwinden fehlten ihnen die natürlichen Brutstätten.

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Frank Harder (von links) und Sven-Okke Struve vom Natur- und Umweltschutzverein Molfsee konnten in Windeseile alle 50 Nistkästen zu verkaufen. Carlo Ingwer Johannsen konnte die letzten ergattern.

Quelle: Sven Janssen

Molfsee. Das ging schneller, als man gucken konnte: Kaum hatten Sven-Okke Struve und Frank Harder vom Natur- und Umweltschutzverein Molfsee ihren Verkaufsstand für die 50 Nistkästen aufgebaut, da waren sie auch schon ausverkauft. In weniger als zehn Minuten war die Aktion „Nistkasten zum halben Preis“ beendet und viele Interessenten mussten unverrichteter Dinge und ohne Vogelunterkunft wieder ihres Weges ziehen.

 „Ein solcher Run hat uns echt überrascht“, sagte Struve. Bei der Neuauflage der Aktion waren sie schon mit doppelt so vielen Nistkästen für Vögel am Start. Gebaut werden die Nisthilfen für Blaumeisen, Kohlmeisen, Stare und Feldsperlinge im Eiderheim in Flintbek. Wer einzieht hängt fast ausschließlich von der Lochgröße ab. „Blaumeisen bevorzugen 28 Millimeter Durchmesser, für Kohlmeisen müssen es vier Millimeter mehr sein, Stare brauchen Öffnungen mit mindestens 4,5 Zentimetern Durchmesser“, erklärt Harder. Schon jetzt würden die ersten Vögel Ausschau nach möglichen Brut-Behausungen halten.

 „Wir wollen die heimische Vogelwelt fördern“, sagt Struve. Die würde immer weniger Nistmöglichkeiten finden, da alte Bäume verschwinden und so Höhlen zum Brüten fehlen. Dass der Verein die Nistkästen mit 50 Prozent der Kosten subventioniert sei eine Win-Win-Situation für alle. „Wir müssen nicht den kompletten Preis zahlen und die Kästen selbst aufhängen, die Molfseer bekommen günstige Nistkästen und können sich an den Vögeln freuen“, erklärte der Vorsitzende, während er nebenbei sich immer wieder für den kompletten Ausverkauf entschuldigen muss, der bei manchem Kaufwilligen Frust und Ärger auslöste.

 „Ich bin froh, dass ich noch Kästen bekommen habe“, sagte Carl-Ingwer Johannsen. Verteilt werden sie in der Familie. „So kommen die Kinder mit der Natur in Berührung“, sagte er, das habe ihn in seiner Kindheit auch immer begeistert. Für das kommende Jahr will der Verein die Zahl der angebotenen Kästen nochmals aufstocken. „Wir werden auf jeden Fall wieder einen Verkauf anbieten“, sagte Struve. Wer noch in diesem Jahr Nistkästen sucht, der könne sie auch direkt beim Eiderheim in Flintbek bekommen.

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