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Genuss im Eidertal

Flintbek Genuss im Eidertal

Picknick in Weiß – natürlich im Grünen: Unter diesem Motto hatte die Stiftung Naturschutz am Sonntag zum Naturgenussfestival ins Eidertal geladen. Die Auftaktveranstaltung musste zwar mit Regenschauern kämpfen, aber Sonne und Genuss siegten am Ende: Mit gefüllten Roastbeef-Röllchen wird Regen zur Nebensache.

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Carsten Ott, Küchenchef im Antikhof Bissee, reichte Roastbeef-Röllchen – und Familie Schulz aus Neumünster war begeistert von der Leckerei beim Picknick in den Eiderweisen.

Quelle: Sorka Eixmann

Flintbek. Weiße Sonnenschirme, weiße Wolldecken und natürlich ganz in weiß gekleidete Menschen: Der Blick auf das Gelände, auf dem sonst Robustrinder grasen, machte neugierig. Unter einem Pavillon musizierte die Band Zweysand, ein paar Meter weiter zauberte Christiane Oppermann riesige, schillernde Seifenblasen in den Himmel. Doch nicht nur das Auge wurde bei der Auftaktveranstaltung, insgesamt sind bis Ende Oktober mehr als 130 Veranstaltungen geplant, verwöhnt, auch der Gaumen sollte nicht zu kurz kommen beim Picknick in Weiß. Dafür sorgten unter anderem die Küchenchefs Nico Mordhorst vom Bärenkrug in Molfsee und Carsten Ott vom Antikhof Bissee.

 Während Mordhorst mit kleinen Wildbratwürsten für verzückte Gesichter bei Gästen und Veranstaltern sorgte, hatte Ott gefüllte Roastbeef-Röllchen dabei – und gewann damit ebenfalls in Sekundenschnelle neue Fans. „Wir reisen immer dem weißen Dinner hinterher“, erzählte Eva Schulz aus Neumünster, die mit ihren Eltern Eva und Johannes Schulz zum Picknicken gekommen waren. Sie hatten gegen Wetterkapriolen vorgesorgt: „Drei Schirme und ein kleiner Tisch, damit wir nicht auf dem nassen Boden essen müssen, falls es regnet“, so die Picknick-Profis. „Dass wir hier noch Leckereien bekommen, das wussten wir nicht“, sagte Johannes Schulz und griff noch mal zu den leckeren Röllchen, die Ott auf einem Silbertablett reichte.

 Neben kulinarischen Köstlichkeiten gab es auch viele Informationen über die Arbeit der Stiftung. Die Eiderwiesen werden durch die Rinder von Sven Horn aus Flintbek ganzjährig beweidet, der Schlachter vermarktet die Fleischrinder. Auch er hatte Kostproben – Eidertaler – dabei, die mit viel Genuss verzehrt wurden. „Die Stiftung kauft seit 1988 Flächen und besitzt rund 130 Hektar im Eidertal, landesweit haben wir 35 000 Hektar“, erklärte Vorstandsvorsitzende Sandra Redmann bei der Eröffnung. Mit-Ideengeber Eckhard Voß, Chefredakteur der Mohltied, erinnerte sich an die Auftaktveranstaltung bei der Premiere 2015: „Da hatten wir 35 Grad und eine immense Luftfeuchtigkeit, heute 15 Grad und Regen. Aber das macht uns nichts aus.“

 Beim Naturgenussfestival reichen die Partner der Stiftung von Gourmetköchen über Landschaftsführer, Rinderzüchter, Kräuterkundler bis zu Märchenerzählern, das Angebot in den kommenden Monaten ist vielfältig. Für die Auftaktveranstaltung rechnete Pressesprecherin Silvia Janzen mit 100 bis 150 Gästen, „Unsere Veranstaltungen sollen die Vielfalt der Natur widerspiegeln, unser Ziel ist es, eine große Artenvielfalt auf unseren Flächen zu erreichen.“

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Ein Artikel von
Sorka Susann Eixmann
Holsteiner Zeitung

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