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Lala-Festival lockt viele Besucher

Negenharrie Lala-Festival lockt viele Besucher

Drei Tage Live-Musik, Disco-Mucke von Techno bis Jazz, dazu Performance- und Kunstaktionen zum Mitmachen - das Lala-Festival macht Gut Ovendorf zum weltentrückten Ort, in dem Peace, Love und Happiness regieren. Das Festival dort läuft noch bis Sonntagnachmittag.

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Hui! Ira Nirsha und Eugen Bal von der mobilen Künstlergruppe The Beat Winners hüllten überraschte Zuschauer laufend in weiße Tücher ein.

Quelle: Beate König

Negenharrie. Heinz Ratz und Wasser und Strom versetzt auf der Hauptbühne erste Tänzer bereits am Freitagnachmittag mit offensiven Liedermacher-Songs mit Militär-La-Tourette-Elementen in Extase.

Die Holzwände der Tanzhalle, eine der vielen Räume für Musik, vibrieren wenige Meter entfernt im Rhythmus Dutzender Trommeln. Mitmachen! Hat NU Unruh, Percussionist der legendären Band Einstürzende Neubauten für ein geräuschintensives Experiment angesagt.Erschlägt Drums und Hihat, mischt Musik in die Lautsprecher. Trommeln stehen im Raum, Schlegel gibt es am Eingang. Peter Sebastian „Pipe“ Lange, Lala-Erfinder, Veranstalter und Gutsbesitzer in Personalunion, greift zu. Und ist fasziniert. Nach Sekunden steht ihm, wie allen Schlagzeugern im Raum, das Lächeln der Begeisterung ins Gesicht geschrieben. Bis auf die Knochen sind die Spieler in den selbst erzeugten Vibrationen vereint. Der Rhythmus schwingt in der Luft, durchdringt Stoff und Haut, die Körper.

Mitmachen! war bei auf dem Lala-Festival nicht nur bei Chrispy Chris von Ruperts Kitchen Orchestra Ehrensache.

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Das Festivalgelände mit der alte Kastanie im Zentrum, deren angestrahlte Krone nachts fast wie der Filmbaum aus Avatar leuchtet, lädt zum Stromern ein. Im Planet Banane, einer Zone für Kunstwerkerfinden und Chill-Klänge, spayen  die Zehnjährigen Elsa und Leyla farbige Schlangenlinien auf ein Sonnensegel. Im Schweißerzelt daneben werden alte Stahlteile geschliffen, bis die Funken sprühen. Holzbildhauer verwirklichen mit Stechbeitel und Hammer Ideen an einem meterlangen Baumstamm. Ein paar Meter weiter spielt das Duo Goldilocks softe Singersongwritermusik unterm Planendach, im Gras vor der Bühne laden Decken zum Sitzen ein.

Kleinkünstler bringen Poesie ins Spiel. Zuschauer werden zu Musikern eines Luftballon-Blasorchesters. Eine flatternde Tuchbahn, die im Lauf quer übers Gelände getragen wird, wirkt dynamisierend. Ein leichtes, dabei starkes Kontrastprogramm zu den wummernden Techno-Beats mit Blitzlichtshow in Scheune, Halle und einem umgebauten alten Bundeswehrwaggon.

Das Land wird zum Element der künstlerischen Großidee auf dem Gut: Etwas abseits der Festival-Klangmassen, vom Holzsteg am Rand des Geländes, geht der Blick über reifen Raps zum Horizont.  Mantra-Sängerin Jessika Graaf, die drei Tage das Festival genießt, betrachtet in aller Ruhe mit Freunden den Mondaufgang. Vielleicht wird sie das Bild der himmlischen Riesenapfelsine am Sonntag in ihren Auftritt aufnehmen.

„Das ist doch mal ein Ferienbeginn,“ sinniert ihre Freundin Doro Meyer-Ahrendt. Wie wahr.

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