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Wände gegen Wind und Lärm versprochen

Rader Hochbrücke Wände gegen Wind und Lärm versprochen

In einer Bürgerversammlung in Rade hat die Planungsgesellschaft Deges versprochen, dass die neue Rader Hochbrücke einen kompletten Lärmschutz auf beiden Seiten sowie an den Rampen bekommt. Abteilungsleiter Mario Schönherr sagte: „Wir gehen davon aus, dass es eine deutliche Verbesserung gibt.“

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Der Abriss der alten Rader Hochbrücke soll in zehn Jahren beginnen. Der gesamte Verkehr würde dann vierspurig über den ersten Streifen des Neubaus rollen.

Quelle: Jörg Wohlfromm

Rade. Überfüllt war „Kühl’s Große Diele“ in der Dorfstraße am Mittwochabend in Rade. In dem lang gezogenen Raum mit dem braunen Fachwerk aus Eichenholz an den Wänden saßen die Menschen dicht gedrängt auf Stühlen und Bänken. Zuletzt gab es nur noch Stehplätze. Mobilisiert hatten die Bürgermeister von Rade und Ostenfeld, Hans Stephan Lütje und Arnold Schumacher: „Eine große Anzahl“ von Bürgern müsse kommen, denn „nur so können wir Lärmschutzmaßnahmen einfordern.“ Hauptredner des Abends war Mario Schönherr, Abteilungsleiter der Planungsgesellschaft Deges.

Das Stichwort gab Hans Stephan Lütje, der Bürgermeister von Rade: „Wir warten ganz gespannt darauf, wie Sie den Lärmschutz gewährleisten wollen. Wir sind hier vom Lärm ganz schön gebeutelt.“ Und er machte klar, dass das 270-Einwohner-Dorf östlich der Rader Hochbrücke nicht auf Krawall gebürstet ist, wenn man ihm entgegen kommt: „Sie sind in einer Gemeinde, die sehr kooperativ sein kann.“ Sein Kollege Arnold Schumacher aus der Nachbargemeinde Ostenfeld, in der 560 Menschen leben, fragte: „Was ist während der Bauphase? Da werden Lkw durchs Dorf fahren, die uns beeinträchtigen.“ Schon jetzt gebe es „von allen Seiten Lärm im Dorf“.

Die Deges plane für die Brücke und an ihren beiden Rampen  „500 Meter ins Land hinein“ 2,50 Meter hohe Wände gegen den Wind mit eingebautem Lärmschutz. Das nutze den Bürgern in Borgstedt auf der anderen Seite des Nord-Ostsee-Kanals ebenso wie den Schacht-Audorfern westlich der Rader Hochbrücke und den Menschen in Rade auf der anderen Seite. „Wir bauen auf beiden Seiten“, auch wenn  Rade weiter weg liege. Dafür bekam Schönherr Beifall. Der Deges-Abteilungsleiter versicherte auch, die Baufahrzeuge würden weder durch Ostenfeld noch die anderen Gemeinden fahren. Sie kämen über die Autobahn sowie direkt daneben liegende Baustraßen.

Der Neubau der Rader Hochbrücke werde 16,5 Meter in Richtung Rade neben der jetzigen Brücke entstehen. Ein erster Nord-Süd-Streifen solle in zehn Jahren fertig sein, sagte der Deges-Abteilungsleiter. Auf diesen werde dann gesamte Verkehr umgeleitet und vierspurig auf verengten Fahrbahnen rollen. Anschließend beginne der Abriss der alten Brücke. An ihrer Stelle werde dann der zweite Nord-Süd-Streifen gebaut. Die Deges ist eine gemeinsame Gesellschaft von Bund und Ländern für den Fernstraßenbau.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

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