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Knick-Streit verzögert Grundstückvergabe

Neubaugebiet Timmaspe Knick-Streit verzögert Grundstückvergabe

Ein Knick am Martenskamp in Timmaspe sorgt für Ärger. Die Gemeinde wollte diesen entwidmen, um eine Zufahrtsstraße zu dem Neubaugebiet Innenkoppel zu schaffen. Da der Knick zum Teil über ein Privatgrundstück geht, muss der Anlieger der Entwidmung zustimmen. Dieser lehnt das jedoch ab.

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Die Anlieger fürchten, dass der Knick nahe des Baugebiets Innenkoppel komplett weggenommen wird.

Quelle: Gunda Meyer

Timmapse. Manfred Schmidtke ist sauer. „Wir haben uns von Anfang an nicht in die Planungen mit einbezogen gefühlt und wollen diese Straße zwischen unseren Häusern nicht“, macht der Anlieger klar. Der Knick verläuft zu zwei Dritteln über Gemeindefläche und einem Drittel über sein Grundstück. Er verstehe nicht, warum eine weitere Straße in das Gebiet führen müsse, wenn es doch einen Hauptweg vom Sandkamp mit einer Option auf einen Wendehammer gebe.

Ein Wendehammer bedeutet zwei Baugrundstücke weniger

„Wenn der Wendehammer gebaut wird, müssten wir zwei der Baugrundstücke dafür opfern“, erklärte der Ausschussvorsitzender Michael Sieber in der Sitzung des Bauausschusses am Donnerstagabend. Davon abgesehen halte die Gemeinde es für nötig, eine zweite Zuwegung zu dem Neubaugebiet zu haben, damit Feuerwehrfahrzeuge zu dem Areal einen weiteren Zugang hätten und Müllfahrzeuge durchfahren könnten.

„Müllfahrzeuge kommen nicht einmal um die Kurve, um zwischen unseren Grundstücken durchzufahren, ohne über den Bereich des Knickschutzstreifens zu fahren, der unberührt bleiben muss“, erklärt Schmidtke. 50 Zentimeter Abstand muss zum Knickfuß gehalten werden. Er habe zudem Angst, „dass die Gemeinde Tatsachen schafft und den Knick einfach entfernt.“

Streit verzögert Vergabe der Grundstücke

„Das dürfen wir rein rechtlich gar nicht“, erklärt Bürgermeisterin Meike Derner auf Nachfrage. Der Ausgleichsstreifen für den Knick werde unabhängig davon, ob der Knick entwidmet wird oder nicht, geschaffen.

Solange der Streit nicht beigelegt ist, können die Grundstücke nicht vergeben werden. Die Nachfrage ist groß. 30 Anfragen gibt es zurzeit.

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