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Ausstellung bietet auch knallrote Kussmünder

Achterwehr Ausstellung bietet auch knallrote Kussmünder

Malerei und Skulpturen fern der Zentren: Die Galerie für aktuelle Kunst eröffnet am Freitag, 17. Juli, 19 Uhr, in der Alten Schule in Achterwehr ihre zweite Ausstellung. Unter dem Titel Treibgut vereinen sich die Arbeiten von sechs Künstlerinnen – die wohl exotischste unter ihnen ist die Französin Farah Willem.

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In der Galerie stellen (v.l.) Sibyl Schwarz, Gisella Reime, Inga Rosenfeld-Jakob, Maren Schwartzkopf und Farah Willem aus. Mercedes Engelhardt fehlt auf dem Foto.

Quelle: Torsten Müller

Achterwehr. Es ist das Signum dieser Zeit, die in ihren Bilder deutlich wird: die Dualität und Zerrissenheit. Farah Willem kam als Kind eines marokkanischen Vaters und einer französisch-flämischen Mutter zur Welt. Sie wuchs in Marrakesch und Paris auf, ist von Orient und Okzident geprägt und fühlt sich überall und nirgends zu Hause. Mit nur elf Jahren verlor sie die Mutter. Schwarz und Rot, wie in dem Bild Die rote Wüste, sowie Weiß und Blau sind Farah Willems bevorzugten Farben. Sie trägt sie vor allem mit dem Spachtel auf japanischem Reispapier auf. Lyrische Schöpfungen runden den künstlerischen Prozess jeweils ab.

 Der knallrote Kussmund hat es Maren Schwartzkopf angetan. Er prägt ihre 16 skurrilen Keramikfiguren. Sie haben Klappaugen, die den Kontakt zum Betrachter verweigern, strahlen aber Haltung aus wie Frauenfigur mit Hörnern und Handschuhen. Schwartzkopf arbeitet mit Steinzeugton, den sie bei 1200 Grad brennt. In den abstrakten Reisebildern von Sibyl Schwarz entwickeln Farbe und Form eine elementare Eigenständigkeit. Sie sucht den Weg zur künstlerischen Einfachheit.

 Inga Rosenfeld-Jakob kehrt mit ihren aktuellen Kompositionen zum Ungegenständlichen zurück. Form und Farbe, vor allem Rot, stehen im Vordergrund. Leuchtende Farben von emotionaler Kraft prägen auch die Arbeiten von Mercedes Engelhardt. Galeristin Gisella Reime zeigt großformatige wild-expressionistische Bilder. Zur Eröffnung der Ausstellung spricht Ulrich Behl; Musik spielt der Ostangeliter Orientexpress.

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Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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