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Neue Erstaufnahme-Unterkunft für Flüchtlinge

Feldwebel-Schmidt-Kaserne Neue Erstaufnahme-Unterkunft für Flüchtlinge

„Die in dieser Einrichtung geschaffene Struktur ist noch einmal verbessert und bringt uns viele Schritte voran.“ Schleswig-Holsteins Innenminister Stefan Studt war voll des Lobes über die Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber auf dem Gelände der ehemaligen Feldwebel-Schmid-Kaserne in Rendsburg.

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Fotomotiv während des Rundgangs in der Erstaufnahmeeinrichtung in Rensburg: Stefan Studt (Mitte) und rechts daneben Rendsburgs Bürgermeister Pierre Gilgenast haben das Straßenschild Rüdiger Smal Boulevard entdeckt.

Quelle: Wolfgang Mahnkopf

Rendsburg. Der Innenminister eröffnete am Montagnachmittag die Unterkunft, in der Flüchtlinge mit unklarer Bleibeperspektive aufgenommen werden.

Damit die Asylanträge zügig bearbeitet werden können, wird das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in Nürnberg eine Außenstelle auf dem Gelände betreiben. „Personal ist für Mitte Juli angekündigt“, informierte Studt während eines Rundgangs über das Gelände. Die Zahl der Mitarbeiter sei bisher nicht bekannt.

Beim Rundgang ließ Studt es sich nicht nehmen, die Tour zu unterbrechen und seine Begleiter warten zu lassen, um das Straßenschild des Rüdiger Smal Boulevards mit dem Handy zu fotografieren. Die Straße sei nach einem Polizisten aus Neumünster benannt worden, so der Innenminister, der in mehreren Erstaufnahmeeinrichtungen in Neumünster, Rendsburg, Lübeck und Albersdorf über seine reguläre Dienstzeit hinaus, außerordentliche Arbeit an sieben Tagen in der Woche geleistet habe.

In der neuen Erstaufnahmeeinrichtung in Rendsburg seien aus dem Ankunftszentrum in Neumünster bis Montag bereits 57 Flüchtlinge eingetroffen, beispielsweise aus Afghanistan, dem Iran und aus Russland, erläuterte Ulf Döhring. „Sie haben eine unklare Bleibeperspektive, weil bei ihnen individuelle Schutzgründe fehlen“, erläuterte der Leiter des Landesamtes für Ausländerangelegenheiten. Die Einrichtung besteht aus Containern und festen Gebäuden mit einer geplanten Aufnahmekapazität von je 400 Personen. Bei einer vollen Belegung der Vier-Bett-Zimmer sei maximal Platz für bis zu 1850 Asylbewerber. In einer ehemaligen Turnhalle ist ein Speisesaal mit Ausgabeküche und 600 Plätzen entstanden.

Das Landesamt strebt an, den Tagesablauf zu strukturieren. „Die Flüchtlinge können beispielsweise Reinigungsarbeiten erledigen, Wäsche waschen oder dolmetschen. Dafür gebe es nach Angaben von Ulf Döhring 1,05 Euro als Stundenlohn. Um Freizeitangebote bemüht sich das DRK Lübeck. In einer ehemaligen Turnhalle soll es einen Spielteppich für Kinder, eine Tischtennisplatte, Tischfußballspiel und andere Unterhaltungsmöglichkeiten geben. Dazu Stefan Studt: „Ein tolles Geschenk an die Flüchtlinge, dieser Raum sorgt für attraktive Abwechslung.“ Unter der Führung der Kassenärztlichen Vereinigung leisten außerdem Ärzte freiwillig Dienst.

In der Einrichtung sind ein Verwaltungsbereich des Landesamtes, den Ove von Dohlen leitet, sowie Räume für die Polizei mit Michael Heinrich als Leiter untergebracht.

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