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Neue Klärschlammanlage startet

Reesdorf Neue Klärschlammanlage startet

Die neue Klärschlammvererdungsanlage ist fertig. Vier Monate nach dem ersten Spatenstich startete jetzt der Probebetrieb auf dem Areal am Klärwerk Reesdorf.

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André Posnien kontrolliert die Lüftungsrohre der Schilfbeete, in die bald Klärschlamm gepumpt werden.

Quelle: Sven Tietgen

Reesdorf. „Volle Pulle“ ist auf den 12000 Quadratmeter großen Beeten aber noch nicht angesagt: Erst müssen die 30000 Schilfpflanzen richtig anwachsen. Beschlossene Sache beim Abwasserzweckverband Bordesholmer Land (AZV) ist unterdessen die Senkung der Abwassergebühr.

 Die Zweckverbandsversammlung billigte in seiner Sitzung am Mittwoch den Haushalt 2016, darin enthalten ist die um 24 Cent auf 2,64 Euro verbilligte Verbrauchsgebühr pro Kubikmeter Abwasser für die 3500 angeschlossenen Haushalte. Bei einem Drei-Personenhaushalt und einem Durchschnittsverbrauch von 120 Kubikmetern Trinkwasser bedeutet die Senkung eine Ersparnis um 28,80 Euro pro Jahr. Größtes Projekt im Haushalt ist mit 1,3 Millionen Euro Investitionskosten die Klärschlammvererdungsanlage, die zukünftig die Abwässer aufbereiten wird – und das deutlich billiger als die bisher genutzte und störungsanfällige Kammerfilterpresse. „Allein bei den Transportkosten sparen wir 70000 Euro im Jahr ein“, rechnete Verbandsvorsteher Helmut Tiede vor.

 Auf der neuen Anlage am Ostrand des Reesdorfer Klärwerkgeländes wurden jetzt die ersten 500 Kubikmeter Klärschlamm für die Anlaufphase eingebracht. Zuvor wurden die speziell für die Vererdungsanlage entwickelten Schilfpflanzen einzeln und von Hand in den Substratuntergrund der drei Beete gesetzt. Wie asiatische Reisfelder wirken die schachbrettartig gesetzten Schilfhalme. „Die Pflanzen sind noch in der Winterruhe, im Frühjahr wachsen sie los und durchwurzeln den Schlamm. So sorgen sie für zusätzlichen Sauerstoff und fördern die Umwandlungsarbeit der Mikroorganismen im Schlamm“, erläuterte André Posnien von der Betreiberfirma Eko-Plant. Der Umweltschutztechniker betreut die Anlage die kommenden zwei Jahre.

 Rund 20000 Kubikmeter Nassklärschlamm pro Jahr werden zukünftig in die drei Polder gepumpt. Dabei setzt sich das Filtrat genannte Wasser, das über 90 Prozent der Abwassermasse ausmacht, ab und wird abgepumpt. Der Rest trocknet und wird zu Erde umgewandelt. Frühestens in sieben Jahren muss der Damm erstmals geöffnet und das Umwandlungsprodukt abgebaut werden. Probleme mit dem Material wird es nicht geben. „Wir haben keine Industrie in der Region, deshalb liegen wir weit unter allen Grenzwerten“, erklärte Klärwerksleiter Ingo Winkler.

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