25 ° / 12 ° Regenschauer

Navigation:
Neue Möbel, neues Konzept

Grundschule Westensee Neue Möbel, neues Konzept

Die beengten Verhältnisse an der Grundschule Westensee sollen durch neue Möbel und ein überarbeitetes pädagogisches Konzept größtenteils der Vergangenheit angehören. Dennoch hofft die Schulleitung, dass die Gemeinde die Pläne für den gewünschten Umbau nicht ganz aufgegeben hat.

Voriger Artikel
Lichterfest zum Schuljubiläum
Nächster Artikel
Regen sickert durch die Decke

Mit neuen Möbeln und einem neuen pädagogischem Konzept wurde in der Grundschule Westensee mehr Raum fürs Lernen geschaffen.

Quelle: Sven Janssen

Westensee. Noch vor einem Jahr beschrieb eine Lehrerin die Unterbringung der Schüler als „Käfighaltung“, die nicht einmal das vorgeschriebene Platzminimum von zwei Quadratmetern pro Schüler einhalte. Entstanden waren die Probleme, als im August 2015 begonnen worden war, die Klassen 1 und 2 sowie die Klassen 3 und 4 gemeinsam zu unterrichten. Schulleiterin Antje Steines setzte sich für einen Umbau der Schule ein, ein von den Lehrern vorgelegtes Konzept inklusive neuer Möbel hätte die Gemeinde 70000 Euro gekostet.

 Für die Gemeinde zu viel, der Umbau wurde abgelehnt und lediglich neue Möbel angeschafft. „Das bringt uns schon ein Stück weiter“, erklärte Steines, da sich damit auch das extra mit dem Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH) entwickelte pädagogische Konzept umsetzen ließe. „Die Schüler haben jetzt individuelle Arbeitsplätze, die durch die Raumteiler wie kleine Büros sind“, beschrieb sie. Die Plätze sind im ganzen Raum verteilt, nur in der Mitte ist noch ein wenig freier Raum. „Das ist der Treffpunkt, wo man konzentriert zusammen ist, bevor man wieder in sein Büro geht.“

 Jeder Schüler hat eine eigene Box, in der er alles Persönliche bis hin zum großen Zeichenblock verwahrt. Nach dem Unterricht wird die Box in einen speziellen Schrank auf dem Flur geschoben. Auch das sei Teil des neuen Konzeptes. „Für das Boxen-System war kein Geld mehr da, deshalb hat uns eine Spende geholfen, es trotzdem noch anzuschaffen“, sagte Steines. Der Förderverein, die Sparkasse Mittelholstein und die Provinzial haben 1700 Euro gespendet, die Gemeinde hat 100 Euro draufgelegt.

 Sind damit die Raumprobleme gelöst? „Die Situation ist auch für das neue Unterrichtskonzept nicht ideal“, sagte Steines. Der Wunsch nach einem Umbau bleibt. Und nicht nur das, auch für neue Stühle reichte das Geld nicht. Die Schule hofft jetzt auf Spenden aus anderen Schulen und letztlich darauf, dass die Gemeinde die Umbaupläne doch wieder aus der Schublade holt, um die Situation an der Schule mit 54 Schülern weiter zu verbessern.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten aus Rendsburg 2/3