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Handarbeit an der Laufbahn

Flintbek Handarbeit an der Laufbahn

„Es ist fast alles Handarbeit, das finde ich bewundernswert.“ Das sagt Bauamtsleiter Stefan Bettin und meint damit die Arbeit an der neuen Tartanbahn in Flintbek. Seit Dienstag wird dort der Kunststoffbelag, also die oberste Schicht, aufgetragen.

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Immer den Blick konzentriert auf dem neuen Belag: Stephan Teschner (links) und Maik Ziehmann arbeiten mit kleinen, erhitzten Kellen nach, René Balschun (stehend) verteilt grob vor, bevor der Asphaltierer die Belagmasse aufbringt.

Quelle: Sorka Eixmann

Flintbek. Anfang Juni gab es den ersten Spatenstich, seitdem wird kontinuierlich an der neuen Laufbahn gearbeitet. Zuerst wurde abgetragen, dann die neuen Entwässerungen sowie eine Drainage gelegt. Und eigentlich waren die Arbeiten auch gut in der Zeit. Eigentlich, denn ein defekter Asphaltfertiger für die Tragschicht machte den Zeitplänen einen Strich durch die Rechnung. „Das war Pech, da gab es Wartezeiten, um einen neuen Asphaltfertiger zu bekommen“, erklärt Bettin. Daher musste auch der Plan, noch vor den Herbstferien mit dem Training beginnen zu können, auf Eis gelegt werden.

 Doch inzwischen ist die Asphaltschicht aufgetragen und nun wird seit Dienstag „Gummi gemacht“, wie Stefan Bettin während der jüngsten Bauausschusssitzung mit einem Schmunzeln bemerkte. Dabei kann auch bei Regen gearbeitet werden. „Wir sind relativ wetterunabhängig. Das ändert sich, wenn die Linierung ansteht, denn dabei muss es trocken sein“, erläutert Bettin.

 Das Gummigranulat wird mit einem Bindemittel gemischt und dann per Frontlader zum Fertiger transportiert. Dort achten René Balschun, Stephan Teschner und Maik Ziehmann darauf, dass die Schicht glatt, gerade und eben aufgetragen wird. Mit auf Kochplatten erhitzen Kellen wird manuell nachgearbeitet, damit alles schön glatt ist.

 Wenn die Maschine weiterfährt, beginnt die Arbeit von Marco Scheel. Mit einer großen Walze streicht er über die frisch gelegte Bahn, ebenfalls reine Handarbeit. „Auch der Randstreifen wird später per Hand aufgetragen“, weiß Bettin.

 Nach der ersten Gummischicht in schwarzer Farbe folgt dann in rund einer Woche die rote Schicht. Danach werden die Linien für die einzelnen Felder noch gezogen. „Dann kann es mit dem Sport auf der Bahn für den TSV und auch für die Schule am Eiderwald losgehen“, ist Stefan Bettin sicher. Sein Ziel: „Wir hoffen auf einen Trainingsbeginn nach den Herbstferien.“

 Für den stellvertretenden Bürgermeister Wulf Briege steht fest: „Das ist eine große Investition in die Zukunft unserer Gemeinde.“ Die Erneuerung der 4000 Quadratmeter Fläche für die 400-Meter-Laufbahn, die Weitsprung- und die Hochsprunganlage sowie der Bau einer Kugelstoßanlage und einer Anlage für Streetball kostet geschätzte 575000 Euro.

 Einen Zuschuss von der AktivRegion in Höhe von 100000 Euro konnte die Gemeinde Flintbek für Barrierefreiheit einwerben. „Rollstuhlfahrer können sich beispielsweise beim Kugelstoßen über ein System angurten, damit sie nicht aus dem Rollstuhl fallen“, erklärt Bettin.

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Ein Artikel von
Sorka Susann Eixmann
Holsteiner Zeitung

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