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Neuer Konzert-Stall eingeweiht

Westensee Neuer Konzert-Stall eingeweiht

Schleswig-Holstein hat einen neuen Konzertort auf dem Lande. Mit Applaus und Bravo-Rufen wurde das Quartett Luft, Holz und Eisen im Kuhstall von Gut Bossee bedacht. Geschichten rund ums Gut und um die historischen Instrumente des Ensembles machten den Abend rund.

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Traumhaft: Mit neuem Boden, warmer Ausleuchtung und einem roten Teppich für besondere Gäste eignet sich der Kuhstall auf Gut Bossee für größere Konzerte.

Quelle: Beate König

Westensee. „Rund um den Kuhstall“ hatte das Ensemble passend für die ländliche Umgebung Werke zusammengestellt. An Nächte im Stroh erinnerte die von Sopranistin Gesa Hansen-Prenz mit vitalem Witz und großer Wärme erzählte Version des Renaissance-Liedes „Come again“ von John Dowland. Tänzerisch mitreißend, fröhlich, dabei mit sylphidenhafter Leichtigkeit gelang der Sängerin im Quartett das „Se l’aura spira tutta vezzosa“ von Girolamo Frescobaldi.

 Gackernde, scharrende Hühner aus Jean Philippe Rameaus „La Poule“ ließen sich im Cembalo-Solo von Hans-Ulrich von der Fecht heraushören. Mit Bravos bedacht wurde „Engels Nachtigaeltje“ von Jakob van der Eyck, die Gisela Helms auf dem Nachbau einer Reniassanceflöte zum Singen brachte. Zart gezupfte, dabei doch virtuose Läufe, die Ulf Dressler seiner Laute beim Solo „Bransles de la Village“ von Robert Balard entlockte, luden zur Meditation ein.

 „Kultur Plus“ nennt Gutsherr Detlev von Bülow das neue Format, zu dem neben dem musikalischen Genuss auch Informationen über die wechselvolle Geschichte des Gutes und die Möglichkeit zum anschließenden Klönschnack bei Wein und Wildbratwurst gehören. Als zukünftigen Konzertpartner kann sich von Bülow das Schleswig-Holstein-Musikfestival gut vorstellen. „Räume in dieser Größe sind im Land selten. Wir haben von unseren Weihnachtsmärkten Erfahrung mit Großveranstaltungen. Wir haben Park- und Parkplatzflächen.“ Der Kuhstall mit seiner Holzdecke hat auch ohne Verstärkung schon eine gute Akustik. Der neue Betonboden ist eben, mögliche Stolperschwellen wie Futterrinnen und Schrägen in den Stallabschnitten sind seit der Modernisierung Vergangenheit.

 Die Außenanlage mit schönem Guts-Ambiente gibt es bereits jetzt gratis dazu. Für kühle Sommerabende lässt sich einen abtrennbarer Raum im Stall beheizen. Was sich noch üben lässt: zu den Dankesworten zum Schluss noch einen Blumenstrauß für die Musiker parat haben.

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