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Neuer Stall fürs Edelvieh

Koberinder in Negenharrie Neuer Stall fürs Edelvieh

Mit 101 Tieren halten Rüdiger und Andrea Marquardt in Negenharrie die größte Zuchtherde für die japanische Wagyu-Rinderrasse in ganz Deutschland. Die Nachfrage nach dem speziellen Fleisch ist so groß, dass jetzt für 120 000 Euro zweiter Stall gebaut wird.

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Rüdiger und Andrea Marquardt bieten ihren Kobe-Rindern auch Ohrenfutter in Form ausgewählter Musik an.

Quelle: Sven Tietgen

Negenharrie. Am Montag feierten die Marquardts Richtfest für den Rinderstall. Rund 120000 Euro investiert die Familie in das Bauwerk und schafft damit Raum für bis zu 250 Tiere. Ein Mastbetrieb entsteht nicht, lediglich 20 bis 25 Ochsen werden jährlich in Zusammenarbeit mit der örtlichen Fleischerei Einfeld geschlachtet. Im Blickpunkt steht die Vermarktung der Embryonen: Dem Zuchtteam ist es als erstem Betrieb in Europa gelungen, das Sperma gezielt in männliche und weibliche Exemplare zu sortieren. Die Embryonen werden weltweit verkauft, die tiefgekühlten Päckchen kosten rund 1000 Euro das Stück.

 Hintergrund für den hohen Preis ist das begehrte Fleisch der seit 800 Jahren im japanischen Kobe gezüchteten Rinderrasse. „Das Besondere sind die Fettparzellen im Muskelgewebe“, erläuterte Rüdiger Marquardt. Vor zwei Jahren hatte er auf der Grünen Woche in Berlin Bratwürste aus Koberindfleisch angeboten – für 18 Euro das Stück. „Die Leute standen Schlange bei uns am Grill.“ Damit es der Herde auch richtig gut geht, bekommen die Koberinder zusätzlich ein spezielles Ohrenfutter: Aus den Stalllautsprechern dringt Musik im Stil des Simon-&-Garfunkel-Klassikers Bridge over troubled Water. In vielen Versuchen haben die Negenharrier herausgefunden, dass es bei der Musikberieselung auf den richtigen Rhythmus ankommt. „Der Beat ist wichtig, das plattdeutsche Lied Herrn Pastor sien Kauh passt auch wunderbar. Rauschende Bäche und andere Entspannungsmusik machen sie dagegen unruhig und nervös“, erklärte der Rinderexperte.

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