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Gnutzer Mäusefallen-Geschichten

Neues Buch Gnutzer Mäusefallen-Geschichten

Es gibt unzählige Wege, eine Maus zu fangen. Karl von Puttkamer kennt nicht nur viele davon, sondern verpackt die Erklärungen auch noch in Witz, Ironie und eine gewisse Leichtigkeit. Die Mausefallen-Vorträge des Heimatmuseum-Betreibers aus Gnutz sind Kult. Bald ist sein Vortrag in Buchform zu lesen.

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Karl von Puttkamer mit seiner eigenen Mausefallen-Erfindung, dem "Mausoleum".

Quelle: Gunda Meyer

Gnutz. „Es geht mir nicht ums Töten, sondern mich fasziniert die Idee hinter den Fallen“, sagt der 73-Jährige. Eines seiner Lieblingsmodelle ist die Sprungfederfalle, bei der eine Bettfeder gespannt wird, an der ein Holzblock befestigt ist. Darunter ist ein flacher Holzkasten aufgebaut. Betritt die Maus den Kasten mit dem Auslöser, ist sie in Bruchteilen von Sekunden im wahrsten Sinne des Wortes mausetot. „Die Falle ist interessant, weil sie so viel Wumms hat“, sagt Puttkamer und mit einem Augenzwinkern fügt er hinzu: „Außerdem hat sie einen Spritzschutzrand.“

Makaber? Schadenfroh? Ein bisschen. „Schadenfreude ist eine Ur-Freude des Menschen“, sagt der pensionierte Lehrer. Ums Gruseln geht es ihm aber nicht. Er erzählt die Geschichten leicht und mit Witz. Seine Zuhörer hätten sich noch nie beschwert, im Gegenteil: „Jung und Alt klopfen sich auf die Schenkel.“

Verleger Vito von Eichborn sprach ihn nach einem seiner Vorträge an, weil von Puttkamer gut in seine Reihe von schleswig-holsteinischen Autoren passt. Damit war die Idee zum Buch geboren.

Zu erzählen gibt es viel Unter den über 100 Fallen, die er im Dachgeschoss seines alten Bauernhofes präsentiert, sind historische Schätze, wie eine rund 200 Jahre alte Klotzfalle. Auch im Repertoire sind Sprengstofffallen, eine Guillotine oder die eigene Erfindung von Puttkamers, das „Mausoleum“. In einem Supermarkt kam ihm die Idee dazu als er einen Kosmetik-Koffer entdeckte. Kurzerhand baute er in das durchsichtige Köfferchen einen Reusen-Durchschlupf ein. Die Maus kann anschließend bequem im Koffer weggetragen  werden.

Das Buch „Der Mäusemörder“ ist voraussichtlich ab Juni für 9,99 Euro im Vitolibro-Verlag zu bekommen.

Die Sprungfederfalle mit Spitzschutz-Rand.

Fotostrecke: Gnutzer Mäusefallen-Geschichten

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