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Naturerlebnis besser schützen

Bordesholm: Managementplan fürs Dosenmoor Naturerlebnis besser schützen

Das tolle Wetter am ersten Mai-Sonntag lockte die Menschen ins Freie, auch ins Dosenmoor östlich des Einfelder Sees. Spaziergänger, Nordic-Walker mit Hunden und Hobby-Ornithologen waren auf den Wegen im größten Hochmoor Schleswig-Holsteins anzutreffen. Und dieses einzigartige 521 Hektar große Naturschutzgebiet soll besser geschützt werden. Die EU hat das Areal ins NATURA 2000-Programm aufgenommen und das Land zu Maßnahmen verpflichtet. Bis Januar 2016 will die Stiftung Naturschutz, der 370 Hektar der Flächen gehören, einen Managementplan erstellen.

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Der Bohlenweg im Naturschutzgebiet Dosenmoor soll aufgepeppt werden. Viele Spaziergänger nutzen diesen Holzweg, an dem Infotafel aufgestellt sind.

Quelle: fs

Bordesholm/Neumünster. Das Dosenmoor, in dem Torf industriell abgebaut wurde, wird seit 1978 renaturiert und ist ein viel besuchtes Naherholungsgebiet. Und das soll auch so bleiben. „Das Wegesystem bleibt, da werden wir niemanden aussperren“, erklärte Thomas Voigt von der Stiftung Naturschutz. Die Menschen sollen das Naturerlebnis genießen können. „Es ist geplant, den Bohlenweg etwas aufzupeppen.“ Einer der Besucher am Sonntag war Kai Gerull. Er schaute durch sein Fernrohr mit 60-facher Vergrößerung. Im Visier: eine brütende Waldohreule in einer Birke. „Den Tipp habe ich am Sonnabend bekommen und heute sind wir gleich hierher“, so der Hobby-Ornithologe aus Schwentinental. Zudem hätten sie einen Baumfalken, zwei Bachen mit Frischlingen, ein Braunkehlchen, den Kuckuck und einen Baumpieper gesehen.

Am Mittwoch, 6. Mai, ist zum Managementplan eine öffentliche Informationsveranstaltung im Gasthof Zum alten Haeseler in Negenharrie geplant. Die Diplom-Biologin Jutta Walter, Moorexpertin des Landes, wird bei der Veranstaltung über den aktuellen Zustand des Moores berichten und Ideen zum weiteren Vorgehen vorstellen. Nach Angaben von Thomas Voigt verwalte die Expertin die finanziellen Mittel aus dem Moorschutzprogramm des Landes. Knapp 8 Millionen Euro seien seit 2008 in verschiedene Projekte geflossen. Darüber hinaus hat die Stiftung bereits einen Plan erstellen lassen, wie Wasser im Moor gehalten werden kann.

 Bei der Anhörung sollen auch Flächeneigentümern, lokalen Verbänden, Kommunen, Behörden sowie Bürgern die Möglichkeit gegeben werden, sich in die Planung mit Ideen und Wünschen einzubringen. Die Infoveranstaltung „Wie geht es weiter im Dosenmoor am Mittwoch, 6. Mai, beginnt um 19 Uhr im Gasthof Zum alten Haeseler in Negenharrie.

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