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König "Walther der Fürsorgliche"

Neuwerker Scheiben-Schützen-Gilde König "Walther der Fürsorgliche"

Die Neuwerker Scheiben-Schützen-Gilde in Rendsburg hat einen neuen König. Ungewöhnlich früh präsentierte Major Peter Kehrberg „Walther den Fürsorglichen“ in einem Wäldchen hinter dem Schützengrund. Es war exakt 19.30 Uhr am Montagabend.

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 Walther Schmielewski (links) ist der neue König. Zusammen mit Major Peter Kehrberg zeigt er die Scheibe mit seinem Treffer.

Quelle: Jörg Wohlfromm

Rendsburg. Mit bürgerlichem Namen heißt die neue Majestät Walther Schmielewski. Der 58-Jährige kommt aus dem Rendsburger Vorort Westerrönfeld, er ist dort Bezirkskommissar einer Versicherung. In der Gilde ist Schmielewski seit sechs Jahren. Die Entscheidung für den neuen König fiel unter fünf Kandidaten, die am Nachmittag gut getroffen hatten. Beim Scheben-Schießen hatten 35 Gildebrüder mitgemacht,.

Mit zwei Musikkapellen sowie Major Peter Kehrberg zu Pferde und seinem Adjutant Heimo Sohrt, Kronenträger Volker Stangenberg und Fähnrich Torsten Boger an der Spitze hat am Montagvormittag der traditionelle Ausmarsch der Neuwerker Scheiben-Schützen-Gilde am Stadttheater begonnen.

Für Robert Mandic war es nach einem Königsjahr ein Abschiedsgang. „Ich muss Abschied nehmen von einer Sache, vor der ich vor einem Jahr sehr viel Respekt und Ehrfurcht hatte“, sagte er beim Königsfrühstück im Conventgarten. „Es war ein ganz besonderes Jahr.“

Mit 97 Männern ist die Neuwerker Scheiben-Schützen-Gilde die größere der beiden Männerbünde in Rendsburg. Beide Gruppen feiern ihre Feste traditionell in der Zeit nach Pfingsten. Für die Neuwerker war es an diesem Montag das 323. Gildefest. Das Motto des Tages verkündete Major Kehrberg vor dem Landestheater: „Gilde und Miteinander.“

Die Neuwerker Gilde schießt über eine Distanz von rund 100 Metern auf Scheiben. Die Männer legen an mit Vorderladern. Dies sind Wallbüchsen aus dem Jahr 1862, die eigens für die Gilde angefertigt wurden. Insgesamt stehen fünf Gewehre zur Verfügung. Die Männer feuern mit Bleikugeln, die sie selbst gegossen haben.

Wo Menschen zusammen leben, brauche es Regeln und Grenzen, sagte Kehrberg in seiner kurzen Ansprache vor dem Stadttheater. Die Gilde sei modern und stehe mitten im Leben. Und: „Wir sind keine Fetenclique, sondern eine Wertegemeinschaft.“

Die Gilde wolle nicht unter sich bleiben, betonte ihr Ältermann Norbert Klause: „Wenn die Neuwerker feiern, dann feiern wir mit den Rendsburgern zusammen.“ Die Gilde wolle dazu beitragen, dass die Stadt sich weiter entwickeln kann, sagte er später beim Königsfrühstück im Conventgarten.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

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