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Nico hilft, wo er kann

Nortorf Nico hilft, wo er kann

Als Nico Burgemeister seine Bewerbung für den Queisser Juniorenpreis an das in Flensburg ansässige Unternehmen schickte, rechnete sich der 15-jährige Schüler aus Nortorf eigentlich keine Chancen aus. Er irrte sich gründlich. Er erhielt den mit 1500 Euro dotierten Preis für sein ehrenamtliches Engagement.

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Nico Burgemeister (15) zeigt die Urkunde für sein ehrenamtliches Engagement und für gute schulische Leistungen: Er wurde mit dem Queisser Juniorenpreis ausgezeichnet.

Quelle: Privat

Nortorf. Die Liste seiner ehrenamtlichen Jobs ist beachtlich: In der Schule steht Nico seit Monaten seinem Freund zur Seite, der auf den Rollstuhl oder auf Krücken angewiesen ist, er schleppt Taschen, Bücher, Stifte, Hefte. Als der gleichaltrige Junge nach einer Operation in einer Klinik in Bayern lag, informierte Nico ihn regelmäßig über Hausaufgaben und Unterrichtsthemen. „Inzwischen kann er gehen, darf aber nicht schwer tragen.“ Nico ist außerdem Schulsanitäter. Nach einer Ausbildung bei der DLRG wachte er 2015 erstmals als Rettungsschwimmer über die Badegäste am Borgdorfer See. In der Jugendfeuerwehr ist Nico seit fünf Jahren. Seine Posten: Schriftwart und stellvertretender Gruppenführer. Er gehört außerdem zu den Ausgestaltern der Gedenkveranstaltung, mit der 2014 und 2015 der Antikriegstag in Rendsburg begangen wurde.

 „Es macht mir Spaß, Verantwortung zu übernehmen“, sagt Nico und lächelt. Die Schulnoten des Zehntklässlers von der Christian-Timm-Schule in Rendsburg sind gut, sie leiden nicht unter dem gut gefüllten Freizeitterminkalender. Das meiste fliegt ihm zu. „Nur Vokabeln muss ich länger üben.“ Der Lehrer Rolf Schwarz brachte ihn auf die Idee, sich auf den Juniorenpreis zu bewerben. Die Bescheinigungen der Institutionen, in denen Nico aktiv ist, musste sich der Schüler selbst rechtzeitig organisieren.

 Der Teenager hat klare Vorstellungen über seine Zukunft: Das Preisgeld spart er für den Führerschein. An einem Regionalen Bildungszentrum in Rendsburg oder Neumünster will er im Bereich Technik oder im Bereich Pharmazie seine Fachhochschulreife machen. Bei Queisser behielt Nico einen kühlen Kopf. „Ich war ziemlich aufgeregt, als ich die Urkunde bekam“, erinnert sich der Schüler. Jedoch erkannte er sofort auch die Chance und nutzte sie. „Ich habe den Personalchef angesprochen, ob ich dort ein Praktikum machen kann.“

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