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Von den Lichtern verzaubert

Nordart Büdelsdorf Von den Lichtern verzaubert

Die Lange Nacht der Lichter ist einer der Höhepunkte der Nordart in Büdelsdorf. Über 3000 Besucher ließen sich von neu in Farbe gesetzten Kunstwerken verzaubern. Auch die Preisträger für den Publikums- und den Nordart-Preis wurden bekannt gegeben.

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Großer Andrang bei der Langen Nacht der Lichter auf der Nordart in Büdelsdorf.

Quelle: Malte Kühl

Büdelsdorf. Der Preisträger des diesjährigen Nordart-Preises, Chinese Liu Yonggang, habe auf der Kunstausstellung in den letzten vier Jahren immer wieder stark beeindruckt, sagte Gastgeber Hans-Julius Ahlmann am Sonnabend. Er sei ein „Botschafter der Nordart“. Viele seiner Kunstwerke seien erst in Büdelsdorf gezeigt worden und danach auf Ausstellungen in der ganzen Welt. Mit seinem Stehenden Zeichen, einer rund vier Meter hohen, rot lackierten Stahlskulptur, sei er auch in diesem Jahr auf der Nordart vertreten. Das Kunstwerk repräsentiere chinesische Schriftzeichen, die sich umarmen, erläuterte Ahlmann weiter. Sie seien ein Zeichen für das menschliche Miteinander. Der Nordartpreis ist mit 10000 Euro dotiert.

Auch die Publikumspreise gingen nach Asien. Den ersten Preis bekam der Südkoreaner Jang Yongsun für seine Skulptur Dunkle Materie. Das Kunstwerk aus kleinen, ineinander verschweißten Stahlringen bekam die meisten Stimmen der Nordart-Besucher.

Den zweiten Platz machte der Chinese LV Shun mit seinem Festmahl. Elf gewaltige Schweine machen sich an einer zehn Meter langen Tafel über ihr Essen her. Obwohl die Szene an Das Abendmahl von Leonardo Da Vinci erinnere, sei es nicht gegen die christliche Religion, sondern gegen Funktionäre gerichtet, sagte der Gastgeber Hans-Julius Ahlmann.

Hier sehen Sie Bilder von der Langen Nacht der Lichter auf der Nordart in Büdelsdorf.

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Den dritten Platz belegte die Skulptur Der Mensch ist kein Überfluss der Erde des Mongolen Ochirbold Ayurzana. Eine gewaltige Blase, die aus den Köpfen vierer Gestalten entsteigt.

Zum Abschluss der Nordart wurde die Kunstausstellung in ein neues Gewand gehüllt. Mit zahlreichen farbigen Scheinwerfern wurden die Kunstwerke neu in Szene gesetzt. Über 3000 Besucher ließen sich das nicht entgehen. Für ein musikalisches Rahmenprogramm sorgten das Jesse-Grell-Trio und die mongolische Frauenband Hatan. Mit ihren exotischen Klängen von Pferdekopfgeige und traditioneller Kehlkopfgesänge entführten sie das Publikum in eine andere Welt.

Auch Chefkurator Wolfgang Gramm zeigte sich mit der diesjährigen Ausstellung zufrieden. Die Ausstellung hat noch bis zum 4. Oktober geöffnet. Es zeichne sich schon jetzt eine Steigerung der Besucherzahlen ab.

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