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Werke bei fast vollem Mond illuminiert

Nordart: Lange Nacht der Lichter Werke bei fast vollem Mond illuminiert

Die lange Nacht der Lichter ist die Nacht, in der sich die Nordart in Büdelsdorf neu erfindet und mit farbigen Illuminationen einen neuen Blick eröffnet. Es ist aber auch die Nacht, in der das Geheimnis um die Preisträger gelüftet wird. Der Tscheche David Černý wird 2017 den Nordart-Preis 2016 erhalten.

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Glühend begeisternd: „Erster Reiter“ (Fiberglas, Stahl, Polymerfarbe) ist eine Interpretation der „Jungfrau auf dem Ungeheuer“ von AES+F.

Quelle: Sven Janssen

Büdelsdorf. Liu Rouwang (China), Talia Keinan (Israel) und Jo Kley (Deutschland) sind die Publikumslieblinge und wurden mit dem mit 1000 Euro dotierten Publikumspreis ausgezeichnet.

Schon um 19 Uhr, als die ersten Folk-, Samba, und Salsa-Klänge von Latin Link durch die große Halle der Carlshütte mit ihrem farblich inszenierten  Kupolofen neben Alena Kogans Fall von Ikarus rauschen, flanieren Hunderte Besucher durch die Hallen und vor allem durch den Park. Der fast noch volle Mond ist am Himmel zu sehen und langsam dämmert es, sodass das Licht der farbigen Scheinwerfer in den Bäumen auf den Skulpturen sichtbar wird.

Hier sehen Sie Bilder von der Nacht der Lichter auf der NordArt.

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In Rot und Blau sind 36 Affen des chinesischen Künstlers Liu Ruowang getaucht, die meterhoch kolossal mahnend und tonnenschwer in Reih und Glied zwischen den Bäumen stehen. „Dieses Werk hat der Nordart ihr ganz eigenes Gesicht gegeben und ist weltweit als Bild gedruckt worden“, sagte Hans-Julius Ahlmann als Gastgeber der Ausstellung. Auch die 108 Wölfe, die je 300 Kilo wiegen würden, seien raumgreifend imposant in der Halle. „Nachdem sie das erste Mal aufgestellt waren, mussten sie alle wieder raus, weil unser Chefkurator Wolfgang Gramm die Idee hatte, einen Hügel für sie aufschütten zu lassen.“

80.000 Menschen sollen kommen

Am Ende des Abends zählte Ahlmann allein an diesem Tag gut 4000 Besucher. Er zeigte sich zuversichtlich, dass man die erwarteten 80000 Besucher bis zum Ende der Nordart „knacken“ werde. Doch auch wenn in der Halle Solocellist David Shamban und die Berliner Band Frollein Smilla mit ihren Klängen zum Verweilen einladen, die meisten Besucher zieht es vor die frisch illuminierten Werke der insgesamt 250 Künstler aus 50 Ländern.

Fast schon andächtig stehen einige vor Kafkas Kopf, der sich in 38 einzelnen drehenden Scheiben verwindet, um dann im nächsten Moment in eine andere Richtung zu schauen. Edelstahl und Elektronik, das sind die Arbeitsmaterialien des Tschechen David Černý, der mit seinen Arbeiten bewusst provozieren und Debatten anstoßen möchte. Mit dem Nordart-Preis nimmt der smarte Prager Pilot 10000 Euro mit nach Hause. Er und auch die Publikumspreisträger werden bei der nächsten Nordart wieder dabei sein.

Nordart

Die Nordart ist noch bis zum 9. Oktober von Dienstag bis Sonntag von 11 bis 19 Uhr geöffnet. Die Tageskarte kostet 12 Euro; www.nordart.de

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