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Amt kauft das alte Pastorat

Nortorf Amt kauft das alte Pastorat

Ein historisches Gebäude in der Stadtmitte in Nortorf hat den Besitzer gewechselt. Die St. Martin Kirchengemeinde hat ihr Pastorat an der Großen Mühlenstraße an das Amt Nortorfer Land verkauft. Zunächst wird das 1804 errichtete Haus weiterhin genutzt, um Flüchtlinge unterzubringen.

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Die Pastorinnen Susanne Büstrin da Costa (links) und Anna Trede mit Amtsdirektor Dieter Staschewski vor dem alten Pastorat in Nortorf.

Quelle: Sven Detlefsen

Nortorf. Das Amt hat das Backsteingebäude aus dem Jahr 1804 bereits seit einem Jahr als Unterkunft für Flüchtlinge gemietet. In direkter Nachbarschaft zu den großen gastronomischen Betrieben in der Stadtmitte sei das Haus als Pastorat nicht mehr geeignet, erklärte Pastorin Anna Trede, stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstands. Das Gremium habe vor dem Verkauf sehr mit sich gerungen. Schließlich haben im Obergeschoss im ehemaligen Gemeindesaal Generationen von Nortorfern ihren Konfirmandenunterricht gehabt. Aber alternative Pläne wie der Ausbau zu einem Jugend- oder Veranstaltungszentrum seien nicht finanzierbar.

Bis zu 22 Menschen kann das Amt in dem alten Pastorat unterbringen. Aktuell seien es sieben und nächste Woche würden weitere fünf erwartet, berichtete Amtsdirektor Dieter Staschewski. Die zentrale Lage in der Stadt habe sich als optimal für die Unterbringung von neu angekommenen Flüchtlingen erwiesen. Mit der Betreuung durch ehrenamtliche Paten können sich die Menschen dort gut einleben, bevor sie in andere Bleiben umziehen. Rund 70 Wohnungen, die alle belegt seien, habe das Amt derzeit für die Unterbringung von Flüchtlingen gemietet. Grundsätzlich sei das Haus gut in Schuss, so Staschewski. Für die aktuelle Nutzung seien nur kleinere Investitionen notwendig.

Der Amtsausschuss habe bei einer Gegenstimme für den Kauf des Pastorats gestimmt. Den Preis wollten beide Parteien nicht nennen. Allerdings sei vertraglich vereinbart, dass die Außenansicht des Hauses, das nicht unter Denkmalschutz steht, nicht verändert werden soll, so Pastorin Trede. Die Kirche habe außerdem ein Vorkaufsrecht, sollte das Amt die Immobilie wieder verkaufen wollen.

Sollten Flüchtlinge in Zukunft komplett ausbleiben, hätte Dieter Staschewski auch Ideen für anderweitige Nutzungen durch die Amtsverwaltung. Das repräsentative Gebäude könnte ohne großen Aufwand zum Beispiel auch ein Bürgerbüro mit Standes- und Bauamt als öffentliche Anlaufstelle beherbergen. Konkrete Nutzungskonzepte sollen erarbeitet werden.

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Ein Artikel von
Sven Detlefsen
Ressortleiter Holsteiner Zeitung

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