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SPD fordert Rücktritt des Bürgermeisters

Streit um Auftrag Nortorf SPD fordert Rücktritt des Bürgermeisters

Der Streit um den Umbau des Kesselhauses zu einem Teldec-Museum in Nortorf eskaliert. Die SPD fordert den sofortigen Rücktritt von Bürgermeister Horst Krebs (CDU). Die Sozialdemokarten werfen ihm erneut vor, er habe gelogen. Krebs lehnte am Montag eine Stellungnahme ab. Er sei im Urlaub.

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Das Teldec-Museum soll ins sogenannte Kesselhaus ziehen.

Quelle: Nora Saric

Nortorf. Es geht um einen Architektenauftrag für den Umbau des sogenannten Kesselhauses. Den hatte Krebs an Rüdiger Treichel vergeben. Dieser ist Mitglied der CDU-Fraktion der Nortorfer Stadverordneten. Zunächst hatte der Bürgermeister erklärt, er habe drei Angebote eingeholt und den Auftrag Treichel gegeben, weil der am günstigsten war. Kurz darauf zog Krebs diese Angabe zurück und sagte, Treichel habe die Planung aus Gefälligkeit gegenüber dem Museumsverein angefertigt. Der Gefallen habe sich auch nur auf eine erste Kalkulation vor der eigentlichen Auftragsvergabe bezogen.

SPD schaltet Kommunalaufsicht ein

Die Sache bringt Willi Gronewald auf die Zinne. „Es wird gelogen, dass sich die Balken biegen“, poltere der SPD-Fraktionsvorsitzende am Montag. Die SPD wolle die Sache nicht auf sich beruhen lassen: „Wir geben das nächste Woche an die Kommunalaufsicht.“

"Basis für Zusammenarbeit nachhaltig zerstört"

Den Auftrag, die Sache juristisch zu begleiten, hat Gronewalds Fraktionskollege Michael Friedrich, ein Anwalt. Nach seinen Angaben ist es um einen Auftrag von 28560 Euro gegangen. Friedrich wandte sich am Wochenende auch „namens und im Auftrage der SPD-Fraktion“ in einem Schreiben direkt an Horst Krebs. Dessen Verhalten sehe er als „einen Rückschritt in überwunden geglaubte Zeiten“. Der Bürgermeister habe „jede Basis für eine konstruktive Zusammenarbeit nachhaltig zerstört“. Friedrich fordert Krebs auf: „Sie sollten unverzüglich persönliche Konsequenzen ziehen.“ Damit sei der sofortige Rücktritt gemeint, erklärt Willi Gronewald.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

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