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Nortorf spendiert Haus

Flüchtlinge Nortorf spendiert Haus

Ein Ort, an dem Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammenkommen können, wird bald in Nortorf Wirklichkeit. Die Stadt hat dem Freundeskreis der Asylsuchenden im Nortorfer Land (FANL) ein Haus am Jungfernstieg als Begegnungsstätte und interkulturelles Kommunikationszentrum suchte zur Verfügung gestellt.

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Die FANL-Mitglieder Hanns Lothar Kaempfe (v.l.), Peter Krey, Nortorfs Ordnungsamtsleiter, und Julia Beilke im interkulturellen Garten: Das Häuschen auf dem Grundstück wurde von der Stadt zur Verfügung gestellt, um dort eine Begegnungsstätte einzurichten.

Quelle: Saric

Nortorf. Das Hinterhaus im Jungfernstieg Nummer 4 liegt im offenen interkulturellen Garten, der im Frühjahr von Julia Beilke vom FANL initiiert wurde. Rund 100 beheizbare Quadratmeter stehen dort demnächst zur Verfügung. „Das wird natürlich alles noch verschönert werden“, sagt Julia Beilke, die sich freut, weil der Garten als Treffpunkt in Herbst und Winter kein Dach über dem Kopf bietet. Der Freundeskreis und sicherlich auch viele Asylbewerber würden dann zum Herrichten des Hauses als „Hau-Ruck-Kommando“ bereit stehen, sichert Hanns Lothar Kaempfe vom FANL zu.

 Derzeit lagern in den Räumen noch Gegenstände des Museums. „Wir kamen auf dieses Haus, weil es ideal liegt“, erzählt Peter Krey, Ordnungsamtsleiter der Stadt und FANL-Mitglied. Vergangene Woche habe er mit Bürgermeister Horst Krebs das Gebäude besichtigt. „Das war aber nur möglich, weil wir das Kesselhaus für das Museum gekauft haben. Wir geben das Haus gern und unterstützen damit die Arbeit des Freundeskreises“, so Krebs. Allerdings hege die Stadt die Absicht, die alten Häuser im Jungfernstieg 2 bis 6 abzureißen, um dort neu zu bauen, sobald das Museum am neuen Standort fertig sei. „Bis Mitte 2018 ist es aber kein Problem, das Haus zu nutzen.“

 „Es ist eine große Freude zu wissen, dass bis dahin Zeit ist“, so Beilke. Sie wird die Begegnungsstätte organisatorisch in die Hand nehmen. Eine Fördersumme von 5000 Euro hatten, wie berichtet, Heidrun Grundmann und Ute Dillmann, DRK Ortsverein Nortorf und FANL, bei der Aktion Mensch aus der Förderaktion „Noch viel mehr vor“ beantragt und bewilligt bekommen. Bis zum 1. November möchte der Museumsverein das Gebäude leer geräumt haben. Dann kann der FANL beginnen, die Begegnungsstätte einzurichten.

 Julia Beilke ist bei dem Projekt von Bedeutung, keine Trennung zwischen Flüchtlingen und Einheimischen herzustellen. „Die Angebote in der Begegnungsstätte sind für alle da.“ Gemeinsames Kochen, schwebt ihr vor, möglicherweise gemeinsame Handarbeit oder Sprache üben, sowie Treffen speziell für Kinder, Männer und Frauen. „Das wird ein interkultureller Treffpunkt“, so Kaempfe, ein Ort für Kontaktaufnahme, um Barrieren gar nicht erst wachsen zu lassen.

 Als dauerhafter Wohnraum für Flüchtlinge würden sich die Häuser im Jungfernstieg nicht eignen, sagt Krey. Er betont, dass die Verwaltung nach wie vor Wohnungen für Asylbewerber sucht.

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Foto: Wer hat hier den Witz gemacht? Ausgelassene Freude zeigen Ute Dillman (links) vom Freundeskreis und Ramia Manuwar aus Syrien im Gespräch.

Auch bei dem zweiten Treffen des Freundeskreis der Asylsuchenden im Nortorfer Land am Freitagabend war der Saal fast bis auf den letzten Platz besetzt. Über 100 Gäste, darunter Nortorfer, Bewohner der Nachbargemeinden und im Amtsgebiet lebende Asylsuchende, füllten mit Gesprächen das Markushaus.

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