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Ohne Titel bei der WM, aber zufrieden

Nortorfer Spielergarde Ohne Titel bei der WM, aber zufrieden

Was für eine Aufregung für die Nortorfer Spielergarde: Am 3. Juli war der Verein mit 63 Musikern und Betreuern nach Kopenhagen in Dänemark gereist, um an dem folgenden Wochenende zum ersten Mal bei der Weltmeisterschaft der Spielmannszüge dabei zu sein. Der Titel ist zwar nicht in Nortorf gelandet, die Reise hat sich aber für alle gelohnt.

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In der Marsch-Wertung belegte die Spielergarde auf dem Rasen des Brøndby Stadions in Kopenhagen den 16. Platz.

Quelle: Spielergarde Nortorf

Nortorf. In der Show-Wertung belegten die Spielleute Platz 23 und in der Marsch-Wertung Platz 16. „Damit sind wir absolut zufrieden“, sagt Vorstandsmitglied Petra Staben. Die Nortorfer hätten nämlich einige ernst zu nehmende Konkurrenten hinter sich gelassen. Knapp 70 Vereine waren in der dänischen Hauptstadt zum Wettstreit angetreten. „Da waren viele Musikvereine, die an solchen Events schon viel öfter teilgenommen haben, die bringen natürlich die Erfahrung mit“, ergänzt der Vereinsvorsitzende Thomas Staben. Die Entscheidung sei dennoch knapp gewesen, so Stabführerin Lisa Paulsen. In der Show lagen die Nortorfer nur neun Punkte hinter dem Erstplatzierten und beim Marsch sogar nur sieben. Den WM-Titel hatte letztendlich die Formation aus Brasilien errungen.

 Lisa Paulsen und das Ehepaar Staben lachen, als sie sich an die ein oder andere verzwickte Situation erinnern. Am Freitag waren die 25 Auftretenden mit ihren Familien in einen Reisebus und einen Sprinter geklettert. Und es war eng, schließlich hatten sie ihre Uniformen mit den Hutkästen dabei, Schlafsäcke, Instrumente und das übliche Reisegepäck. „Und es war heiß, auch in Dänemark“, erinnert sich Paulsen. Besonders kuschelig sei es in der Unterkunft gewesen, in einem großen Raum unter dem Dach einer Schule. „Dort haben wir mit 57 Leuten übernachtet“, erzählt die 25-Jährige. „Das war schon muckelig warm. Und wir lagen da wie in der Sardinenbüchse Matratze an Matratze.“

 Am folgenden Sonnabend ging es schon früh los, denn um kurz nach 9 Uhr stand die Show im Brøndby Stadion an. „Und dann ist unser Sprinter nicht angesprungen“, erinnert sich Petra Staben. „Wir mussten bei gefühlten 30 Grad anschieben“, berichtet Paulsen. Ein paar Musiker eines anderen Vereins hatten dabei geholfen und bekamen von den Nortorfern zum Dank eine Kiste Bier. Zur Erholung ging es dann am Abend zum Baden und Spielen an den Strand nur 300 Meter von der Schule entfernt.

 Vor der Marsch-Vorführung am Sonntag Mittag der nächste Schock: Einer Spielerin war das Instrument, ein Marimbaphon, kaputt gegangen. „Da lagen die Nerven wirklich blank“, sagt Petra Staben, die heute darüber lachen kann. Lustigerweise habe ausgerechnet der Spielmannszug aus Kiel aushelfen können, so Thomas Staben. „An sich war das ein Riesenereignis für alle“, findet Paulsen. „Das war super spannend.“

 Die nächste WM ist in Kuala Lumpur, 2017 findet sie in Kanada statt. Das gehe finanziell sicher nicht, auch wenn sich der Spielmannszug wieder qualifizieren würde, meinen die drei. Aber es gebe ja auch noch viele andere Musikfeste in der Nähe und die Deutschen Meisterschaften in Rastede in Niedersachsen.

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