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Zum Drehleiter-Einsatz gehört Taktik

Nortorfs Feuerwehr übt Zum Drehleiter-Einsatz gehört Taktik

Verschiedene Taktiken mit der neuen Drehleiter übte die Feuerwehr Nortorf am Sonnabend. Dafür hatte sie zwei Experten aus Hamburg eingeladen, die die richtige Vorgehensweise an verschiedenen Gebäuden in der Stadt schulten. Fehler, die dabei noch gemacht wurden, sollen im Ernstfall nicht passieren.

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Die Feuerwehrleute arbeiten in Zweier-Teams einer weist ein, der andere steuert die Leiter.

Quelle: Malte Kühl

Nortorf. „Die Bedienung haben die Feuerwehrleute bei dem Hersteller gelernt, wir bringen ihnen nun die richtige Taktik bei“, sagte Jörg Kurtz von der Berufsfeuerwehr Hamburg. Der Schornstein der Hugo-Syring-Schule droht einzustürzen und könnte Passanten dabei verletzen. Die Feuerwehrleute aus Nortorf sollen das verhindern und kontrolliert die Gefahr beseitigen – so die Aufgabe. In Zweier-Team sind die 14 Nortorfer Feuerwehrleute nacheinander an der Reihe. Jeweils einer von ihnen weist seinen Kollegen ein, achtet auf den Verkehr und die Position. Der andere fährt das Fahrzeug und bedient später die Drehleiter.

 Doch bereits beim ersten Anlauf stoßen die Maschinisten der Feuerwehr auf ein Problem. Beim Ausfahren der Stützen, damit die Drehleiter einen stabilen Stand hat, ist eines der Beine nur halb auf einem Kantstein. Das Fahrzeug muss noch einmal neu positioniert werden. „Im Ernstfall kostet das wichtige Zeit“, kommentiert der stellvertretende Wehrführer, Stefan Harder, die Situation.

 „Das Fahrzeug wiegt etwa 15 Tonnen“, erläutert Ausbilder Kurtz. Da ist ein stabiler Untergrund wichtig. Höhenunterschiede spielten weniger eine Rolle, die könnte die moderne Technik bis zu sieben Grad ausgleichen. Auf einen Gullydeckel dürften die Maschinisten die Drehleiter allerdings nicht stellen, dann könnte sie einbrechen. Das sei bei der Bedienung zu beachten.

 Schnell ist die Leiter nun ausgerichtet. Einige Fahnenmasten behindern die Leiter. Sie wird einfach steiler ausgerichtet und dann das Dach angesteuert. Nun könnte der Schornstein eingerissen werden. Die Gruppe ist fertig, nun folgt die Kritik des Ausbilders.

 „Wäret ihr über die Rückseite gegangen, hättet ihr einen kürzeren Weg gehabt“, sagt Jörg Kurtz. Die Feuerwehrleute sollten sich vor dem Einsatz erst einen Überblick verschaffen. Der offensichtliche Weg sei nicht immer der beste, meint der Ausbilder.

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