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Lebenswege Rendsburger Juden

Novembertage Lebenswege Rendsburger Juden

Zur Eröffnung der Novembertage in Rendsburg stellt Frauke Dettmer ihr Buch über Lebenswege Rendsburger Juden vor. „Man könnte mit dem Buch in der Hand durch die Stadt gehen“, sagt die frühere Leiterin des Jüdischen Museums. Die Novembertage erinnern seit 1989 an die Judenverfolgung der Nazis.

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In ihrem neuen Buch beschreibt Frauke Dettmer die Lebenswege Rendsburger Juden.

Quelle: Hans-Jürgen Jensen

Rendsburg. „Frauke Dettmer ist mit Abstand die beste Kennerin der der jüdischen Geschichte in der Region und darüber hinaus“, sagte Carsten Fleischhauer, der Leiter des Jüdischen Museums, am Montagbei der Präsentation des Buchs vor Journalisten. Das Buch führe „in das Thema hinein“. Die Autorin stellt es am Donnerstag, 10. November, um 19 Uhr im Jüdischen Museum vor. „Die Erinnerung wach zu halten ist die Aufgabe dieses Museums“, erklärte Fleischhauer. Frauke Dettmer führte von 1989 bis 2007 das Haus in der Prinzessinstraße im Stadtteil Neuwerk. 

Detail- und kenntnisreich schildert Frauke Dettmer die Geschichte Rendsburger Juden, die der Weinbergers, der Seelenfreunds, der Gortatowskis etwa. Sie beschreibt eine Kleinstadt, in der es zunächst kaum antisemitische Stimmung gegeben habe. Das habe sich 1933 drastisch geändert. Aus dem öffentlichen Dienst sei der einzige Jude entfernt worden, Geschäfte seien liquidiert und die Synagoge in der Reichskristallnacht angegriffen worden. Danach habe die Flucht der Juden begonnen. Nur etwa die Hälfte der 39 Juden, die 1933 in der Stadt wohnten, habe überlebt - etwa im Exil. 

Auf zahlreichen Bildern werden im Buch noch einmal die ehemaligen jüdischen Mitbürger lebendig. Nun weiß man, wie sie aussahen. „Ich habe mich bemüht, so anschaulich wie möglich zu schreiben“, sagt Frauke Dettmer. Das Buch sei für den interessierten Laien ebenso geeignet wie für den Schulunterricht. Es kommt von diesem Dienstag an in den Handel und kostet 19,90 Euro.

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Hans-Jürgen Jensen
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