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Runder Tisch bei Ahlmann-Anwalt

Obereidergebiet in Rendsburg Runder Tisch bei Ahlmann-Anwalt

Die Pläne der Stadt Rendsburg an der Obereider waren am Freitag erstmals Thema eines Runden Tisches. „Wir haben Positionen ausgetauscht“, sagte ein Teilnehmer - und eine weitere Runde vereinbart. 

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 Panoramablick auf das Obereidergebiet

Quelle: Jörg Wohlfromm

Rendsburg. Das Treffen war in der Kanzlei von Wolfgang Ewer in Kiel, dem Anwalt von Hans-Julius Ahlmann. Der Büdelsdorfer Unternehmer hat den geplanten Bau von Wohnhäuser massiv kritisiert.

An dem Gespräch haben die Bürgermeister von Rendsburg und Büdelsdorf, Pierre Gilgenast und Jürgen Hein, der Inhaber der Büdelsdorfer Firma Aco, Hans-Julius Ahlmann, und der potentielle Obereider-Investor Antan Recona Investment teilgenommen. Es sei „ein sehr konstruktives Gespräch“ gewesen, sagte Gilgenast danach. Man habe seine Positionen ausgetauscht. Rendsburg will sein Ufer zu einem attraktiven Quartier mit Wohnungen machen. Ahlmann will seinen Industriestandort gegenüber sicher stellen. Alle seien sich der Verantwortung bewusst, sagte Ahlmann-Berater Guido Schwartze. Man sei nicht im Streit auseinander gegangen. „Es gibt eine Gesprächsebene.“ Über Details sei Stillschweigen vereinbart worden, erklärten Gilgenast und Schwartze.

Man habe in der Runde „über andere Möglichkeiten“ der Bebauung nachgedacht, sagte Gilgenast. Bisher plane Antan Recona den Bau von Häusern mit rund 60 Wohnungen und ein Hotel. Die Stadt Rendsburg halte am Bau von Wohnungen fest, ohne sich auf eine Zahl festzulegen.

Voraussichtlich im Mai solle eine weitere Gesprächsrunde stattfinden, kündigten Gilgenast und Schwartze an. Dann solle ein von Rendsburg angefordertes Lärmschutzgutachten vorliegen, erklärte der Bürgermeister. Dieses solle klären, wie viel Lärm vom Industriegebiet auf der Büdelsdorfer Seite der Obereider am Rendsburger Ufer ankomme.

Zuletzt hatte der Büdelsdorfer Unternehmer Hans-Julius Ahlmann Ende März Rendsburger Spitzenpolitiker eindringlich vor dem Bau von Wohnhäusern am Obereiderufer gewarnt. Wer dort einziehe, könne später gegen das Industriegebiet am Büdelsdorfer Ufer klagen. Das gefährde Arbeitsplätze in einem der größten Industriegebiete des Landes, das auf Expansion angelegt sei.

Die Berliner Antan Recona Investment hatte vor einem Jahr eine Investition von 32,8 Millionen Euro an der Obereider angekündigt. Die Bauarbeiten sollten in diesem Sommer beginnen. Die Berliner boten für das aus zwei Teilen bestehende 12,4 Hektar große Gelände 1,8 Millionen Euro. Die Rendsburger Ratsversammlung hat für einen Verkauf gestimmt. Den Vertrag wollte das Unternehmen noch 2014 unterschreiben, er ist bis heute nicht abgeschlossen.

Seit rund 20 Jahren verfolgt Rendsburg Pläne für ein neues Wohn- und Geschäftsquartier auf der ehemaligen Industriebrache an der Obereider. Millionen hat die Stadt zusammen mit Land, Bund und EU ausgegeben, um den rund 400 Meter langen Streifen attraktiv zu machen: Abriss eines Parkdecks, Bau einer neuen Eisenbahnbrücke, Verschieben des Bahndamms, Anlage einer Uferpromenade, Sanierung des benachbarten Schloßplatzes.

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