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Glänzende Karosserien und blitzender Chrom

Oldtimer in Rendsburg Glänzende Karosserien und blitzender Chrom

Glänzender Lack, polierter Chrom und strahlender Sonnenschein lockten am Sonntag die Oldtimer-Fans auf das Messegelände in Rendsburg zum 22. Oldtimertreffen.

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Der Dodge von Jan Detlefsen aus dem Jahr 1928 ist einer der absoluten Hingucker. Das Auto gibt es in Europa kein zweites Mal.

Quelle: Malte Kühl

Rendsburg. Liebhaber alter Autos, Motorräder und Nutzfahrzeuge ließen es sich nicht nehmen, ihre Fahrzeuge zu präsentieren, nach Ersatzteilen zu suchen oder über ihre Raritäten zu fachsimpeln.

 „Mittlerweile sind wir das größte Oldtimer-Treffen in Norddeutschland“, sagte Organisator Erwin Schröder. Er erwartete bei dem Wetter zwischen drei- bis viertausend Besucher und bis zu 900 Fahrzeuge. Beim ersten Treffen waren es noch 20 Autos. Diese Zeiten sind lange vorbei. Mittlerweile hat Schröder seine ehrenamtlichen Helfer, die den Eintritt kontrollieren, auf dem Parkplatz als Einweiser arbeiten und den Verkehr regeln.

 Dieses Mal ist Burkhard Miksch mit seiner Zündapp KS 50 Super Sport gekommen. „Ich hab lange nach dem Modell gesucht.“ Das Baujahr 1979 sei ihm ganz wichtig gewesen. „Das war mein erstes Motorrad.“ Nun ist sie der Stolz seiner Sammlung und schnell ein Blickfang beim fachkundigen Publikum. „Die kostet doch bestimmt über 2000 Euro“, meinte ein Passant. Miksch winkt ab, unter drei ist die nicht mehr zu haben. „Das, was sie damals in D-Mark gekostet hat, ist heute der Preis in Euro.“ Aber das Modell ist es ihm wert. „Auf Motorradtreffen zieht diese Maschine mehr Blicke auf sich als ein modernes Motorrad“, so der Oldtimer-Fan. Oft fahre er aber nicht mit der Zündapp. „Nur zu besonderen Anlässen und wenn das Wetter gut ist.“

 Ähnlich hält es Jan Detlefsen. Sein Dodge Brother aus dem Jahr 1928 gibt es in Europa nur ein Mal. Das schneeweiße Fahrzeug wurde nur für sechs Monate produziert, danach gab die Firma die Produktion auf. Eine weitere Besonderheit sei, so Detlefsen, dass das Auto halb amerikanisch und halb australisch sei. „Das Getriebe, das Differenzial und andere Teile wurden in Detroit hergestellt und dann nach Australien verschifft.“ Dort wurde das Fahrzeug zusammengesetzt. „1967 hab ich es gekauft, als ich in Australien gelebt habe“, sagte Detlefsen. Die Restaurierung hat rund drei Jahre gedauert, da es kaum Ersatzteile gab. 1970 wurde das Auto dann nach Italien geschifft, und von dort ging es über die Alpen nach Deutschland. Kurz vor den Alpen sei ein Teil kaputt gegangen, geflickt habe er es mit einer australischen Münze und etwas Kaugummi. „Das hält noch heute“, meinte Detlefsen lachend.

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