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Eon-Rebellen geben nicht auf

Osterrönfeld Eon-Rebellen geben nicht auf

Die Eon-Rebellen aus Osterrönfeld greifen erneut an, trotz der Niederlage gegen die Hansewerk GmbH (früher Eon) vor dem Landgericht in Kiel. Ihr Anwalt Wilfried Kaminski aus Fockbek fordert für rund 100 Mandanten Geld zurück.

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Thomas Mädge ist der Sprecher der Eon-Rebellen. In einem Schrank im Abstellraum seines Einfamilienhauses ist die Übergabestation für die Wärme aus dem Blockheizkraftwerk.

Quelle: Jörg Wohlfromm

Osterrönfeld. Die Osterrönfelder sind an ein Hansewerk-Blockheizkraftwerk angeschlossen, von dem sie Wärme beziehen.

 Aus dem jetzt vorliegenden schriftlichen Urteil schöpfen die Eon-Rebellen um den Juristen Thomas Mädge neue Hoffnung. Das Gericht hält mit scharfen Worten eine Klausel für Preiserhöhungen im Vertrag mit der Eon beziehungsweise der Hansewerk Natur GmbH „für unwirksam“. Sie sei „für einen Leser insgesamt nicht mehr ausreichend verständlich“, somit „unwirksam“. Zugleich gesteht das Gericht dem Hansewerk Preiserhöhungen zu.

 Das Verfahren hat Mädge – wie berichtet – verloren, er hatte rund 1900 Euro zurückgefordert. Sein Anwalt startet jetzt einen neuen Angriff. Kaminski beruft sich auf das Kieler Urteil, den Bundesgerichtshof und Verbraucherschutz. Er spreche für 100 Mandanten und fordere für jeden rund 1400 Euro an vermeintlich zu viel gezahlten Abgaben zurück. Sollte das Hansewerk lieber „weitere gerichtliche Auseinandersetzungen hinsichtlich jedes Einzelfalls wünschen“, werde er für jeden Mandanten Klage einreichen, schrieb er dem Unternehmen.

 Hansewerk-Sprecher Ove Struck erklärte am Freitag, sein Unternehmen werde nicht zahlen. Die geforderten 1400 Euro seien spekulativ. Es sei auch unklar, ob die Angriffe des Kieler Gerichts auf die Preiserhöhungsklausel „einer weitergehenden juristischen Prüfung standhalten“. In neuen Verträgen stünden auch nicht mehr die vom Gericht kritisierten Formulierungen.

 Mädge selbst hat bereits nach eigenen Angaben Geld einbehalten und fühlt sich damit nach dem Kieler Urteil auf der sicheren Seite: „Wir haben damit Rechtssicherheit.“ Das Hansewerk sieht das allerdings anders: Das Unternehmen prüfe, ob es ein zwischenzeitlich ausgesetztes Mahnverfahren wieder aufnimmt, erklärte sein Sprecher Struck, denn das Unternehmen „hat nachweislich Wärme geliefert“.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

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