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Er rettete ein Leben

Knochenmarkspende Er rettete ein Leben

Menschen mit der schlimmen Diagnose Blutkrebs kann eine Stammzellspende helfen. Tim Fuhrman (33) hat mit seiner Spende einem Amerikaner das Leben gerettet. Der Fockbeker hat zum 28. November in Osterrönfeld eine Registrierungsaktion organisiert - weil er noch mehr helfen will.

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Tim Fuhrmann spendete Knochenmark.

Quelle: Wolfgang Mahnkopf

Osterrönfeld. Aus der Sicht von Fuhrmann, seit drei Jahren Co-Trainer des ersten Fußball-Teams vom Osterrönfelder TSV, ist im zweiten Halbjahr 2014 alles sehr schnell gegangen. Registrierung durch einen Wangenschleimhautabstrich im Juli, Anruf Ende November von der gemeinnützigen Gesellschaft Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) mit dem Hinweis auf einen passenden Empfänger, Blutabnahme beim Hausarzt, zehn Tage später in der Berliner Charité auf Herz und Nieren geprüft, zwei Tage danach die Nachricht: „Sie können spenden.“

Die Tage kurz vor Weihnachten hätten sich in seinem Gedächtnis festgenagelt. Im Untergeschoss vom Campus Virchow Klinikum der Charité, in der Entnahmestelle für eine Stammzellspende, habe eine bedrückende Atmosphäre geherrscht. „Ich habe ein fünf Jahre altes Mädchen, ohne Haare und abgemagert, gesehen, das an Leukämie erkrankt war. Ich bekam eine Gänsehaut, ich fühlte mich in meiner Entscheidung ungemein bestärkt“, erzählt der 33-Jährige.

Die Zellspende, bei der ihn Ehefrau Stephanie begleitet hat, habe etwa fünf Stunden gedauert. „Dialysemäßig wird Knochenmark aus dem Blut gewaschen.“ Der Vorgang sei schmerzfrei, anschließend habe er sich etwa einen Tag lang unwohl gefühlt. „Wie bei einer schweren Grippe mit schlappen Gliedern und lustlos.“ Fuhrmann: „Das ist nicht der Rede wert im Vergleich zu den Leiden von Krebskranken.“ Vor der Spende sei er zwar aufgeregt gewesen. „Vielmehr hat mich der Gedanke beschäftigt, hoffentlich kann ich einem Menschen helfen.“ Nach seinem Berlin-Aufenthalt habe das Warten und Zittern begonnen. Bis endlich im März ein Anruf der DKMS kam, „dem Patienten geht es besser“. Im Juli folgte eine zweite Nachricht: „Dem Patienten geht es gut.“ Freude, Stolz, Glücksgefühle und Genugtuung hätten ihn ergriffen, erzählt er. Er fühle sich erst als Lebensretter, „wenn die Spende nachhaltigen Erfolg haben sollte“.

Das vorläufige Erfolgserlebnis seiner eigenen Spende hat Tim Fuhrmann zu der Registrierungsaktion am 28. November veranlasst. Zehn Helfer stehen ihm von 12 bis 18 Uhr auf dem Sportplatz in Osterrönfeld zur Seite. Die Spender müssen zwischen 18 und 55 Jahre alt sein und mindestens 55 Kilo wiegen. „Ich würde mich riesig freuen, wenn sich viele Menschen registrieren lassen würden“, sagt Fuhrmann. Außerdem will der Osterrönfelder TSV die Eintrittsgelder aus dem Fußballspiel ab 14 Uhr gegen Kronshagen der DKMS spenden.

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