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Die nächste Pastorin geht

Nortorf Die nächste Pastorin geht

Schon wieder gibt es in Nortorf eine vakante Pastorenstelle: Pastorin Sandra Ruge-Tolksdorf verlässt die Stadt und wird Flüchtlingsbeauftragte im Kirchenkreis Dithmarschen. Die Theologin geht mit gemischten Gefühlen. Trotz der nun schwierigen Personalsituation versucht die evangelische Gemeinde, gelassen zu bleiben und einen Nachfolger zu finden.

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Pastorin Sandra Ruge-Tolksdorf wird Flüchtlingsbeauftragte in Dithmarschen.

Quelle: Nora Saric

Nortorf. Innerhalb nur weniger Monate musste die Gemeinde drei von vier Pastoren ziehen lassen. Für Frank Conrads wurde bereits Pastorin Michaela Breher eingestellt. Zwei Bewerber gibt es inzwischen für die Stelle von Babette Lorenzen, die erst im April nach Eckernförde wechselte. „Wir waren auch erst mal sprachlos“, sagte Hanns Lothar Kaempfe, Vorstand des Kirchengemeinderats. Am 1. Juli wird die 43-jährige Pastorin ihre neue Aufgabe antreten. „Ich gehe mit freudigem Herzen dorthin, aber auch traurig, weil ich etwas verlasse, das ein Stück Heimat für mich geworden ist.“ Dennoch sei ihr die Entscheidung nicht sehr schwer gefallen. „Mein Kompass hat sich plötzlich neu ausgerichtet. Es reizt mich total, in die Flüchtlingsarbeit einzusteigen.“

 Sandra Ruge-Tolksdorfs neue Stelle wird erst zu diesem Zeitpunkt geschaffen. Die Landeskirche werde für die Zeit von fünf Jahren 250000 Euro für jeden Kirchenkreis zur Verfügung stellen, um eine Stelle für die Koordinierung der Flüchtlingsarbeit einzurichten, erklärte Kaempfe. Angesichts der immensen Flüchtlingsströme nach Deutschland, hat sich auch Pastorin Ruge-Tolksdorf mehr und mehr für diese Tätigkeiten zu interessieren begonnen. Sie freue sich nun auf die Menschen unterschiedlicher Herkünfte, mit denen sie künftig arbeiten wird. Die Ziele, mit den oft durch die schlimmen Erlebnisse auf der Flucht traumatisierten Menschen zu arbeiten, sieht die Pastorin als Herausforderung. „Das Umfeld zu sensibilisieren und die Menschen gut aufzunehmen, ist eine große Aufgabe.“

 Die Gemeinde hofft, eine der zwei vakanten Stellen im Sommer wieder besetzen zu können. „Wir arbeiten momentan zu zweit auf den vier Stellen“, so Pastorin Anna Trede. „Durch den Weggang der drei Pastoren ist viel Unruhe in den Gemeinden.“ Trede und Kaempfe zeigten sich jedoch zuversichtlich. „Es gibt heute viel mehr Aufgaben, die für Pastoren reizvoll sind“, meinte Kaempfe. „Umbrüche sind in so großen Gemeinden einfach häufiger.“

Am Sonntag, 21. Juni, ist um 10 Uhr Sandra Ruge-Tolksdorfs Verabschiedungsgottesdienst. Bald stellen sich die zwei Bewerber für den Pfarrbezik I im Sonntagsgottesdienst vor: Am 10. Mai um 18 Uhr und am 17. Mai um 10 Uhr

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