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Wildblumen für das Museum

Molfsee Wildblumen für das Museum

Mit einem Spaten bewaffnet zog Wolfgang Rüther am Donnerstagmorgen durch das Gelände am Haubarg aus Witzwort: Beim Projekt BlütenMeer 2020 packte der Leiter des Freilichtmuseums Molfsee – Landesmuseum für Volkskunde persönlich mit an und pflanzte seltene Wiesenschlüsselblumen.

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Packten bei der Pflanzaktion im Freilichtmuseum mit an: Museumsdirektor Dr. Wolfgang Rüther (links) und Projektleiter Dr. Christian Dolnik beim Einpflanzen der Wiesenschlüsselblume.

Quelle: Sorka Eixmann

Molfsee. „Der Rückgang von seltenen Wildblumen und Wildpflanzen ist alarmierend hoch“, erklärt Biologe Christian Dolnik von der Stiftung Naturschutz. Gegen diesen negativen Trend will die Stiftung arbeiten, dafür wurde das durch das Bundesprogramm Biologische Vielfalt geförderte Projekt BlütenMeer 2020 in Angriff genommen. „Das Projekt soll in den kommenden vier Jahren mit 2 Millionen Euro gefördert werden“, erklärte Dolnik. Da es landesweit nicht mehr ausreichend Spenderwiesen gibt, wurde nach geeigneten Flächen gesucht – im Freilichtmuseum wurde man fündig.

 „Der Kräuteraspekt im Mahdgut reicht nicht mehr aus. Früher waren die Heuwiesen artenreich, das ist heute leider nicht mehr so. Genau da setzen wir mit unserem Programm an“, betont Dolnik. „Wir wollen nicht nur auf historische Häuser und Anlagen reduziert werden, denn zur Geschichte gehört auch die Kulturlandschaft. Genau das ist der Ansatz, um die Fläche am Hauberg entsprechend mit einer historischen Pflanzengesellschaft quasi zu rekonstruieren“, erläuterte Museumnsleiter Rüther.

 Rund 1000 Quadratmeter hatte Museumslandwirt Uwe Jansen vorbereitet, Samen von rauem Löwenzahn und wildem Frauenmantel waren bereits per Hand in die Fläche gesät worden. „Wir haben 200 Wiesenschlüsselblumen dabei“, so Dolnik, die gemeinsam von den Mitarbeitern in die Erde gepflanzt werden sollten.

 Bevor die Wiesenschlüsselblume allerdings gepflanzt werden kann, muss Wiebe Busch von der Archegärtnerei aus dem Archepark in Eggebek aktiv werden. Gemeinsam mit ihrem Team zieht die Gärtnerin die Jungpflanzen groß, damit die Blume gut anwachsen kann und im kommenden Jahr für eine Blütenpracht im Freilichtmuseum sorgt.

 „Wir sind sehr gespannt, wie sich das Gelände entwickeln wird. Ein bisschen Angst machen uns dabei aber unsere geflügelten Gäste, die ja auch keine Kostverächter sind“, fügte Rüther mit Blick auf die Gänse, die sich tagtäglich im Museumsgelände aufhalten, noch hinzu.

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Ein Artikel von
Sorka Susann Eixmann
Holsteiner Zeitung

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