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38 Jahre viel Spaß, aber auch viel Arbeit

Flintbek 38 Jahre viel Spaß, aber auch viel Arbeit

Sein Herz hat er bereits 1969 an den TSV Flintbek verschenkt - die Rede ist von Peter Voss, der nicht nur als engagierter Sportler, sondern auch als stellvertretender Vorsitzender auf jahrzehntelanges Engagement zurückblicken kann.

Flintbek Peter Voss gibt nach 38 Jahren sein Ehrenamt beim TSV Flintbek als zweiter Vorsitzender ab.

Quelle: Sorka Eixmann

Flintbek. Flintbek. Im Regal steht noch ein Schokoladen-Weihnachtsmann – mit dem Logo des Hamburger SV. Und ein bisschen hängt sein Herz schon am Bundesliga-Nordklub, aber seine ganze Leidenschaft gehört – neben seiner Familie – dem TSV Flintbek: 38 Jahre lang hat Peter Voss mit viel Engagement in den unterschiedlichsten Bereichen gearbeitet, nun soll damit Schluss sein. „Zumindest als zweiter Vorsitzender“, schränkt der 75-Jährige ein. Dieses Amt wird er in jüngere Hände geben.

 1969 trat Voss, damals 29-jährig, in den Verein ein. „Ich wollte wieder Fußball spielen“, erinnert er sich an seine Motivation. Peter Voss stand im Tor, Ehefrau Antje manchmal dahinter. Bereits 1972 wurde nicht mehr nur gekickt, Voss übernahm die Organisation bei den Alten Herren. Nicht nur Training und Spiele, auch Veranstaltungen und Reisen standen dabei auf der Agenda.

 Sein Engagement und sein Organisationstalent machten ihn bald unentbehrlich. Das nächste Ehrenamt ließ nicht lange auf sich warten: Im März 1978 wurde Dieter Voss zweiter Vorsitzender im größten Verein von Flintbek. „Wir zählen inzwischen 1900 Mitglieder.“

 Drei erste Vorsitzende hat er erlebt, Uwe Krenz, Dieter Kindschus und jetzt Jürgen Lüneberg. „Auch das ist ein Zeichen dafür, dass es bei uns im Verein gut läuft. Die Konstanz in der Vereinsführung.“

 Spaß hat es ihm, trotz der damit verbundenen Arbeit, immer gemacht. „Man wird gebraucht, und es macht Freude, die Entwicklung des Vereins mitzugestalten.“ Eines der Projekte, an deren Entwicklung Dieter Voss maßgeblich beteiligt war, war der Bau des Kunstrasens. „Das war eine tolle Aktion, allein mit den vielen Spenden. Damit sind wir sportlich ganz weit im Bereich Training vorangekommen.“ Aber auch die Gemeinde Flintbek vergisst Voss dabei nicht. „Das Verhältnis zur Gemeinde ist in der Vergangenheit wesentlich besser geworden als es früher war. Die Unterstützung durch die Gemeindevertretung ist toll. So hat es jetzt ja auch mit dem Bau der neuen Tartanbahn geklappt.“

 Der TSV Flintbek ist allerdings auch bekannt dafür, dass die Vereinsmitglieder häufig Eigenleistung investieren, um ihre Ziele zu erreichen. „Wir haben immer viel selbst gemacht“, betont Voss. Bis 2006 hat er die zweite Herrenmannschaft trainiert, inzwischen ist auch einer seiner Söhne (Andreas) aktiv als Trainer im Jugendbereich. „Ein bisschen habe ich das wohl vererbt“, schmunzelt Voss.

 Auch wenn er das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden jetzt abgibt, sein Engagement für seinen Herzens-Verein bleibt. „Wenn man mich will, werde ich technischer Leiter“, bietet er an. Wer sollte da schon Nein sagen beim TSV Flintbek?

Ein Artikel von
Sorka Susann Eixmann
Holsteiner Zeitung