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Petri Heil am Kanal

Nortorf Petri Heil am Kanal

„Der Kanal ist immer für eine Überraschung gut“ ist der Grund für die Angler vom Sportfischerverein Nortorf, dort in die Saison zu starten. Am Sonnabend zogen sie in der ersten Stunde Brasse und Zander aus dem Brackwasser des Schifffahrtsweges.

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Guter Fang am Kanal.

Quelle: Beate König

Nortorf/Breiholz. „Wir haben schon mal einen Hecht mit einem Maiskorn gefangen. Und Zander mit zwei Maden, die waren eigentlich für kleine Weißfische gedacht“, erzählte Schümann, was den Kanal für Angler so spannend macht. Man weiß nie, was am Haken hängt. „Dagegen ist Forellensee-Angeln langweilig.“

Trotz Europa-Fußballmeisterschaft standen zum offiziellen Start des Vereins-Angelns sechs Angler mit Made, Wurm und künstlichen Ködern, mit Stühlen, Tischen, Werkzeugkiste, Kühlbox und jeweils drei Angelruten am Ufer.

Kaum waren die Haken mit Ködern geworfen, zückte Vorsitzender Karl-Heinz Schümann das erste Mal seinen Kescher. Am Haken hing eine Brasse .  „Meine Katze wird sich freuen,“ sagte der Angler und steckte den Plattfisch in die Kühlbox. Der Fisch hat ihm zu viele Gräten.

Hier finden Sie Bilder vom Angeln am Kanal.

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Minuten später bog sich wenige Meter weiter die Spitze der Angelrute von Hans-Heinrich Steffen Richtung Wasseroberfläche. Einer hatte gebissen. Die Bremse sirrte, 20 Meter Sehne gab die Spule aus. „Zander!“ brüllte der 66-Jährige in Richtung Schümann. Beide kletterten bis an den Wassersaum, um Steffens ersten Fang per Kescher an Land zu holen. „Der wird heute abend gebraten,“ sagte der Eisendorfer zufrieden. 64 Zentimeter lang maß der Angler nach. - „Für den Kanal nicht übel.“ Seine Strategie, Honigmaden an den Haken zu hängen und einen Gründling als Köderfisch zu nutzen, ging auf. „Jeder hat so seine Methode“, sagte Steffen.

Vorbereitung trug zum Erfolg bei. Sportwart Mike Lohmeyer hatte für seine Mannschaftskameraden morgens schmale Schneisen in den Wildkrautbewuchs am Ufer geschnitten. Per Los wurden die Angelplätze zugeteilt. Schümann hatte das Vereinsangeln beim Landesverband für Angelsport angemeldet.

Schümann, Steffen und Lohmeyer ärgert die EU-Fischerei-Politik, die sich deutlich im Fang der Hobby-Angler zeigt: Früher gabe es deutlich mehr Aale im Kanal. „Die schwimmen von der Sargasso-See mit dem Golfstrom nach Norden und in den Nord-Ostsee-Kanal“, sagt Schümann. Seit Jahren dürfen die jungen Aale, die Glasaale, vor der französischen und britischen Küste  gefischt werden. „Die Fische werden in Dosen verpackt und nach China exportiert.“

Damit überhaupt Aal im Kanal gefangen werden kann, setzt der Landesverband Jungtiere ein. „107000 Euro hat das dieses Jahr gekostet“, sagt Schümann.  

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