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Treckerschau mit Raritäten

Eckernförde Treckerschau mit Raritäten

Beim 8. Trecker-Treffen am Südstrand des Ostseebades konnten Oldtimer wie auch Raritäten von mehreren tausend Besuchern bewundert werden. Hermann Wallerab aus der Pfalz hatte seinen Ladog D8K mitgebracht. Das letzte Exemplar seiner Art.

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Nicht nur historische Schlepper, sondern auch hochmoderne Traktoren wurden auf dem Gelände am Eckernförder Südstrand gezeigt.

Quelle: Uwe Rutzen

Eckernförde. Beim Trecker-Quartett hätte der Fendt F24L wohl nur geringe Chancen auf einen Stich. Mit seinen 24 Pferdestärken und 1798 Kubikzentimeter Hubraum könnte der Schlepper aus dem Jahr 1954 vermutlich nur wenig ausrichten. Vor allem nicht gegen das aktuelle Aushängeschild des Traktoren-Herstellers, den Fendt 930 Vario S4. Der kann mit einer Leistung von 300 PS, sechs Zylindern und einer Hubkraft bis 11800 Kilogramm aufwarten und dürfte beim Karten-Quartett nur schwer zu überbieten sein. Beide Fahrzeuge konnten gestern beim 8. Trecker-Treffen am Südstrand des Ostseebades von mehreren tausend Besuchern bewundert werden.

 Wie schon in den Vorjahren war die vom Verein Oldtimerfreunde rund um Eckernförde ausgerichtete Veranstaltung wieder ein Riesenerfolg. Rund 150 historische Fahrzeuge aus dem Bereich der Landwirtschaft hatten den Weg an die Ostsee gefunden. Der überwiegende Teil davon lief in den 50er und 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts vom Band. Komfort? Fehlanzeige!

 Das gilt auch für die Rarität, die Hermann Wallerab auf dem Hänger nach Eckernförde transportiert hat. Beim Ladog D8K handelt es sich um eine 1960 gebaute Zugmaschine mit einer Nutzlast von 440 Kilogramm. Eingesetzt wurde das Dreirad mit Fahrradlenker in der Vergangenheit vor allem von Kleinbauern im Schwarzwald, die damit Holz oder Stroh transportierten. „Das ist das letzte noch vorhandene Exemplar dieser Baureihe“, sagt der Maschinenführer aus Obrigheim mit typischem Pfälzer Dialekt und hörbarem Stolz in der Stimme.

 Vor Jahren, so erzählt Wallerab, habe ihn ein Freund mit zu solch einem Treffen genommen. Der Virus habe ihn sofort befallen. Seither fließt kein Blut, sondern Dieselöl durch seine Adern. Weil auch Ehefrau Heidelore mittlerweile ein Faible für die historischen Schlepper hat, sind die beiden an vielen Wochenenden im Jahr auf diesen Veranstaltungen anzutreffen. Auch ihre Urlaube verbringen sie zumeist auf Touren mit alten Schleppern.

 Den von der schwäbischen Firma Guggenbühler hergestellten Ladog hat Wallerab für 4500 Euro erstanden. „Fast alles daran ist noch original“, erzählt der Besitzer. Nur der Motor nicht. Den gibt es nicht mehr.

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Ein Artikel von
Uwe Rutzen
Ressortleiter Eckernförder Nachrichten

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