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Ärger bei den Pflanzpaten

Bordesholm Ärger bei den Pflanzpaten

Missverständnisse oder Schildbürgerstreiche, die nicht abreißen? Seit Langem wollen die Bewohner der Hans-Brüggemann-Siedlung in Bordesholm die öffentlichen Grünstreifen selbst bepflanzen, der Start war jetzt im Frühjahr geplant. Für Verärgerung bei den Bewohnern sorgte jetzt die Ankündigung der Gemeinde, Pflanzen und Erde erst im Herbst zu liefern.

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Der Bauhof stellte den Siedlungsbewohnern Beispielbepflanzungen mit Osterglocken, Rosen und Stauden vor.

Quelle: Sven Tietgen

Bordesholm. Nach mehrjährigem Hin und Her schien nach einem von Amtsdirektor Heinrich Lembrecht angesetzten Ortstermin in der Siedlung am Nordrand der Gemeinde alles auf dem richtigen Weg zu sein. Der Technische Betriebshof (TBH) hatte drei Beispielbepflanzungen für einen Seitenstreifen vorgestellt, die auf positive Resonanz bei rund 25 pflanzwilligen Anliegern stießen. Der gemeindeeigene Betriebshof sollte in diesen Tagen mit der Anlieferung von Rosen, Stauden und Pflanzerde beginnen. Umwelttechnikerin Lena Paschko teilte den pflanzwilligen Bewohnern in der Hans-Brüggemann-Straße, dem Johann-Garleff-Weg, der Friedrich-Hayn-Straße, dem Caspar-von-Saldern-Weg sowie dem Eduard-Völkel-Weg nun aber eine Verschiebung auf den Herbst mit – nach Angaben Paschkos ist der Herbst die bessere Pflanzzeit.

 Nach der Ankündigung sind einige Anwohner nicht mehr bereit, die öffentlichen Grünstreifen zu bepflanzen und zu pflegen. „Wir sind sauer, alle wollen hier endlich loslegen, aber offenbar weiß bei der Gemeinde die eine Hand nicht, was die andere tut“, empörte sich Hubert Hepp. Es wurden bereits Patenschaftsverträge mit der Gemeinde geschlossen, die Vereinbarung sollte Vorbildcharakter für andere Straßenzüge und Ortsteile haben. In der Bauausschusssitzung an diesem Donnerstag (ab 18 Uhr) im Rathaussitzungssaal will sich Hepp Luft machen – und hofft, dass die Verschiebung zurückgenommen wird: „So kann man nicht mit Bürgern umgehen, die mit ihrer Arbeitskraft zur Verschönerung der Siedlung beitragen wollen.“

 Bereits in der Vergangenheit gab es in punkto öffentlicher Begrünung Meinungsverschiedenheiten zwischen den Bewohnern der vor gut 30 Jahren errichteten Siedlung und der Gemeinde. Nach Hinweisen auf mangelnde Grünpflege Ende 2012 wurden die Seitenstreifen komplett von Pflanzenbewuchs befreit und die Flächen mit Planen sowie Rindenmulch bedeckt. Einen Vorschlag zur Bildung von Pflanz-Patenschaften griff die Amtsverwaltung auf, lud jedoch gleich alle Bewohner Bordesholms zu einer Infoveranstaltung ein. Daraus entwickelten sich punktuell in einzelnen Straßen Patenschaften. In der Hans-Brüggemann-Siedlung griffen einige Anwohner inzwischen zur Selbsthilfe – und bepflanzten die Streifen vor ihren Häusern mit bunten Frühjahrsblühern.

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