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Pflege SH zieht in die Hörnpassage

Flintbek Pflege SH zieht in die Hörnpassage

In der unter großem Leerstand leidenden Hörnpassage in Flintbek wird kräftig gearbeitet. Nachdem viele Läden ausgezogen waren, lässt nun die Paritätische Pflege Schleswig-Holstein (Pflege SH) dort Räume für eine Hausgemeinschaft für Menschen mit Demenz und zwölf Wohnungen mit Betreuungsangebot bauen.

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Die Hörnpassage in Flintbek wird komplett umgestaltet, dort sollen unter anderem Menschen mit Demenzerkrankungen ein Zuhause finden.

Quelle: Sorka Eixmann

Flintbek. Der Lärm ist ohrenbetäubend: Alex Flaum trägt einen Gehörschutz während er mit dem Stemmgerät die Fliesen ablöst. „Wir müssen alles entkernen, wir können nichts von dem gebrauchen, was hier vorher war“, erklärt Vorarbeiter Tim Broders und zeigt auf die umfangreichen Baupläne an der Wand. Seit zehn Wochen wird in der Flintbeker Hörnpassage gestemmt, gemeißelt, gerissen und geschaufelt. Die unterschiedlichen Materialien werden sortiert und dann entsorgt. Das Ziel: „Ende Mai soll das Erdgeschoss fertig sein, Ende Juni der obere Bereich.“

 Seit dem Wegzug der Firma Nordwind und Wetterfest in den Rosenberg vor rund fünf Jahren ist es ruhig geworden in der Hörnpassage. Zwischenzeitlich gab es ein Fitnesscenter, ein Nagelstudio, ein Solarium sowie einen Drogeriemarkt. Keine Firma hielt sich lange, am Ende blieben das griechische Restaurant Olympos, der Friseur sowie die „Flintbeker Nähstube“ – und ein großer Leerstand. Das wird sich demnächst ändern: Die Paritätische Pflege Schleswig-Holstein (Pflege SH) hat den Eigentümer der Passage mit ihrem Konzept überzeugt. Dort entstehen eine ambulante betreute Hausgemeinschaft für Menschen mit demenziellen Erkrankungen sowie barrierearme Wohnungen.

 „Bauherr ist die Horup Gruppe mit Sitz in Apenrade“, erklärt die Pflege-SH-Geschäftsführerin Irini Aliwanoglou. Das Zusammenkommen von der Horup Gruppe und der Pflegeeinrichtung sei „reiner Zufall“ gewesen. „Aber ein glücklicher“, betont sie.

 Im Erdgeschoss soll die Hausgemeinschaft für Menschen mit demenziellen Erkrankungen entstehen. „Das wird eine in sich abgeschlossene Einheit werden, unter anderem ist auch ein Innengarten geplant.“ Platz sei dort für zwölf Menschen, die jeweils Ein-Zimmer-Appartements von 24 Quadratmetern Größe zur Verfügung haben. „Zusätzlich wird es großzügige Gemeinschaftsräume geben.“ Auch ein Büro der Paritätischen Pflege Schleswig-Holstein wird in die ehemalige Passage einziehen, die Betreuer werden dort 24 Stunden an 365 Tagen vor Ort sein.

 Die zwölf barrierearmen Mietwohnungen im Obergeschoss sind jeweils rund 50 Quadratmeter groß, berichtet Tim Broders. „Drei Wochen werden wir noch mit dem Entkernen zu tun haben. Aber wir fangen unten in der kommenden Woche auch schon an, Wände aufzustellen, und der Klempner kann auch schon arbeiten.“ Die Wohnungen im Obergeschoss können je nach Wunsch die Betreuung in Anspruch nehmen, die benötigt wird: „Von der Einkaufshilfe bis zur Pflegestufe 3 ist alles möglich“, versichert Aliwanoglou.

 Zu den bisherigen Mietern gibt es auch etwas zu sagen. „Die bleiben alle, das ist toll. Besonders der Friseur und die Schneiderei werden sicher von den künftigen Mietern gebraucht, und so partizipieren alle von der Umgestaltung.“ Doch bis dahin bleibt es noch laut und staubig.

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Ein Artikel von
Sorka Susann Eixmann
Holsteiner Zeitung

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