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Wohnungspreise zu hoch?

Bordesholmer Politiker sauer Wohnungspreise zu hoch?

Gemeindevertreter Hubert Hepp findet die Preise für die Eigentumswohnungen an der Paul-Steffen-Straße zu hoch. Die Gemeinde habe das Bauland doch extra preiswert zur Verfügung gestellt, damit die Wohnungen hinterher auch günstiger verkauft werden, sagte Hepp.

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Eine mehrere Meter tiefe Baugrube ist bereits ausgehoben. 76 Eigentumswohnungen werden in zwei Abschnitten hinter dem Rathaus in Bordesholm entstehen.

Quelle: Frank Scheer

Bordesholm. Auf den Antrag des Mitglieds der Unabhängigen Wählergemeinschaft hin wird das Amt Bordesholm das Firmenkonsortium schriftlich um eine Aufklärung bitten. Regina Langholz (SPD) wie auch Joachim Stoll (Grüne) unterstützten Hepp.

 Das Bauunternehmen Heinrich Karstens, Friedrich Helbig Stahlbetonbau und die Abacus Ostseeimmobilien realisieren das Bauprojekt mit einem Volumen von 15 Millionen Euro. Anfang 2015 war der Kaufvertrag für das 7000 Quadratmeter-Grundstück besiegelt worden. Beim Verkaufspreis schweigen alle Seiten. Hinter den Kulissen wird von 160 Euro je Quadratmeter gesprochen. In der Bodenrichtwertkarte des Kreises Rendsburg-Eckernförde (31. Dezember 2014) sind für das Sanierungsgebiet noch keine Preise (bis 2012: 180 Euro je Quadratmeter) festgelegt. Die Umgebung wird mit 135 Euro für Einfamilienhäuser und 200 Euro für Mehrfamilienhäuser beziffert.

 „Wenn die öffentliche Hand Grund und Boden zur Verfügung stellt, dann muss nachher auch ein vernünftiger Preis rauskommen“, so Hubert Hepp. „In den Beratungen sei man den Unternehmen entgegengekommen, damit der Preis unter 2500 bleibt. Das ist aber nicht der Fall.“ Und er möchte wissen, warum das so ist. Eine 94 Quadratmeter-Wohnungen kostet zum Beispiel 244000 Euro.

 Bürgermeister Helmut Tiede (CDU) glaubt, dass die Firmen ihre Kalkulation nicht offen vorlegen werden. Ronald Büssow (SPD) sagte, dass er den Vorstoß für „albern halte“. Die Gemeinde sei einer Gutachterbewertung gefolgt. Das Projekt sei eine Win-Win-Situation. „Ich habe ein gutes Gefühl und bin froh, dass wir einen Investor gefunden haben, der Wohnungen und kein Pflegeheim baut.“

 Abacus-Geschäftsführer Edmund Majerus betonte, dass die Baupreise angezogen seien und hochwertige Wohnungen entstehen. „Wir haben uns schon einen Kopf gemacht, was den Marktgegebenheiten entspricht. Und da sind wir im unteren Bereich geblieben.“ Die Vermarktung laufe gut. Für ein Drittel der 40 Wohnungen bestehen Verträge. Bis zum Richtfest rechnet er mit 50 Prozent. Mit einem vollen Haus rechnet er beim Einzug Weihnachten 2016.

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Ein Artikel von
Frank Scheer
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