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Preisgericht Ortskern tagt erst im November

Kronshagen Preisgericht Ortskern tagt erst im November

Wettervorhersagen liegen häufig daneben – Ankündigungen, wann es mit der Entwicklung des Kronshagener Ortskerns losgeht, sind da nicht viel treffsicherer. Der Zeitplan für das Wettbewerbsverfahren und das Preisgericht verschiebt sich erneut.

Wann werden die beiden Elac-Häuser in der Kieler Straße fallen und der Kronshagener Ortskern umgestaltet?

Quelle: TM

Kronshagen. Die Verzögerung kommt die Gemeinde teuer zu stehen: Das Land kassiert jeden Monat 5000 Euro an Zweckentfremdungszinsen. Das teilte der Sanierungsträger, die Kieler GOS, im Bauausschuss am Donnerstagabend mit. Gleichzeitig legte er einen neuen Zeitplan für den Realisierungswettbewerb Ortsmitte vor. Als Grund für die erneute Änderung der Abläufe nannte Projektbetreuer Michael Behrens terminliche Schwierigkeiten: 31 Preisrichter, inklusive deren Vertreter, mussten für das öffentliche Kolloquium sowie die Preisgerichtssitzung zeitlich unter einen Hut gebracht werden.

 Jetzt ist die Zeitschiene klar: In der kommende Woche wird die Ausschreibung des Architektenwetttbewerbs europaweit veröffentlicht. Dies war ursprünglich im vergangenen Jahr geplant, aber wegen einer vom Kieler Innenministeriums verfügten Verfahrensänderung ins Stocken geraten. Anfang des Jahres gingen Bürgermeister Uwe Meister und Wettbewerbsorganisator Volker Zahn noch von Ende Januar als Startpunkt der EU-Ausschreibung aus.

 Nach der neuen Zeitleiste sollen nun Ende August die Bewerbungsunterlagen geprüft und die Wettbewerbsteilnehmer Mitte September eine Bestätigung erhalten. Im Oktober bekommen die Architekturbüros einen Monat Zeit, um ihre Vorstellungen für die neue Ortsmitte um die Kieler Straße zu entwickeln. Die Preisgerichtssitzung ist nun für den 27. November vorgesehen. Vom 3. bis 13. Dezember sollen die Wettbewerbsbeiträge öffentlich ausgestellt werden. Verhandlungen mit den Preisträgern sind für Mitte Januar angesetzt. Über die Auftragsvergabe werden der Bauausschuss voraussichtlich im Februar beraten und die Gemeindevertretung im März entscheiden.

 „Wenn alle Räder greifen, könnte planerisch bereits 2016 einiges unternommen und einige Maßnahmen realisiert werden“, erläuterte Behrens. Ausgenommen davon ist der Abriss der beiden Elac-Häuser, der frühestens 2017 über die Bühne geht. Für die Neubebauung muss zunächst ein Investor gefunden werden. Die GOS sicherte zu, den von ihr zu beeinflussenden Planungsprozess zu beschleunigen, räumte aber angesichts zusätzlicher behördlicher Genehmigungen ein: „Auf den Rest haben wir keinen Einfluss.“ Behrens machte klar: „Es ist ihr Geld, das verlorengeht.“ Der Sanierungsträger kündigte an, hinsichtlich der Zweckentfremdungszinsen Kontakt mit dem Kieler Innenministerium aufzunehmen, um ein Entgegenkommen gegenüber Kronshagen zu erreichen.

 Gunnar Heintze (SPD) erinnerte daran, dass es das Ministerium war, das durch die Verfahrensänderung zu Verzögerungen geführt habe. Der Ortskern war 2012 in das Städtebauförderungsprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ aufgenommen worden. Die Förderung, die sich Bund, Land und Gemeinde zu je einem Drittel teilen, beträgt 3,8 Millionen Euro. 2013 sind etwa eine Million Euro für den Ankauf der Elac-Häuser ausgegeben worden. Weil die anderen Gelder schon längst hätten abgerufen werden sollen, muss Kronshagen vereinbarungsgemäß Zinsen ans Land zahlen.

Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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