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Das Thema „Abschied“ wird wichtig

Nortorfer Integrationsforum Das Thema „Abschied“ wird wichtig

„Die Flüchtlinge müssen integriert werden, aber das schafft der Freundeskreis der Asylsuchenden nicht alleine“, sagte Nortorfs Bürgermeister Horst Krebs am Donnerstag vor 100 Teilnehmern des ersten Integrationsforums. Ein neues Thema für die Helfer wird der Abschied von Ausreisenden und Abgeschobene werden.

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Zur Premiere des Integrationsforums kamen rund 100 Bürger aus dem gesamten Amtsgebiet Nortorfer Land in den Sitzungssaal des Rathauses.

Quelle: Sven Janssen

Nortorf. „270 Flüchtlinge sind im Amtsbereich untergebracht, die meisten leben in Nortorf“, erläuterte Krebs. „Für ein gutes Miteinander sollten wir gemeinsam Wege finden“, erklärte Pastorin Anna Trede das Ziel des Forums, das die Herausforderungen der nächsten Jahre beleuchten sollte. Hanns Lothar Kaempfe, Leiter des Freundeskreises, zeigte die Problemfelder auf. „Es gibt Spannungen in der Bevölkerung, die abgebaut werden müssen.“ Missgunst und Ungleichbehandlung von Flüchtlingen und sozial schwachen Mitbürgern seien ebenso schwierig, wie überfüllte Kindergärten und Schulklassen. Es gebe zu wenig Unterricht in Deutsch als Zweitsprache (DaZ), und die schlechten Busverbindungen seien besonders für die Dörfer schwierig. „Auch die Wohnungsnot ist ein Problem.“

 „Wichtig ist es, sich auch mit dem Thema Abschied zu beschäftigten“, sagte Walter Wiegand, Flüchtlingsbeauftragter des Kirchenkreises Rendsburg-Eckernförde. Alleine in Nortorf würden rund 90 Menschen freiwillig wieder ausreisen oder abgeschoben werden. „Da spielen sich Tragödien ab. Sie sollten sich rechtzeitig um Beratungsangebote für Helfer und Flüchtlinge kümmern“, riet er. Das wichtigste sei Geduld auf allen Seiten. „Kümmern sie sich nur um das, was sie vor Ort auch lösen können“, sagte er.

 „Wichtig ist es, die Menschen mit in den Alltag zu nehmen“, meinte Dieter Schlüter vom Freundeskreis. In diesem Zusammenhang sei es wichtig, sich um die Zukunft der Begegnungsstätte Gedanken zu machen, deren Gebäude nur bis 2017 genutzt werden könne. „Senioren aus der Gemeinde könnten die Kinderbetreuung übernehmen“, gab es einen ganz praktischen Vorschlag. Denn für junge Mütter sei es oft nicht möglich, den Deutschunterricht zu besuchen.

 „Das Chaos der ersten Monate haben wir gemeinsam gut gewuppt“, lobte der Flüchtlingskoordinator des Amtes, Thomas Schröder, die Arbeit der Ehrenamtlichen. Jetzt müsse aufgearbeitet werden, wie es künftig besser geht. Die derzeitige Entspannung im Zuzug gebe die Möglichkeit die Dinge ruhig und sachlich anzugehen.

 Für die Bereiche Patenfindung, Arbeitsangebote, Verein und Kultur wurden Arbeitskreise gegründet, die bis zum nächsten Integrationsforum Ideen entwickeln sollen. Wer Interesse hat mitzuarbeiten, kann sich unter Tel. 04392/4597 melden.

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