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Strandes neues Gesicht erstrahlt

Strande Strandes neues Gesicht erstrahlt

Der Sommer darf kommen: Die neue Promenade von Strande wird ihrem Anspruch als schicke Verweilmeile mit vielen Sonnenplätzen gerecht. Am ersten Mai-Wochenende genossen Gäste den Blick über den Strandhaferwall auf Segelboote und Wellen von bequemen Teakholzbänken aus und schlenderten über das rötlich schimmernde Granitpflaster an Buchenhecken vorbei.

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Strandhafer auf einem kleinen Wall gibt der Promenade nicht nur den typischen Ostseecharakter zurück. Die Pflanze dient auch dem Küstenschutz und soll sich wieder in Strande etablieren. Sie wurde von der Kartoffelrose weitgehend verdrängt.

Quelle: Cornelia D. Müller

Strande. „Ich bekomme täglich Rückmeldungen aus dem Ort, alle sind positiv. Den Leuten gefällt Strandes neues Gesicht. Das macht mich richtig glücklich“, sagt Bürgermeister Holger Klink (CDU). Man merkt’s. In der Stimme schwingt Euphorie mit. Die neu gestaltete Promenade zwischen dem Bereich Alexy/Strandhotel sowie dem Küstenschutzwall am östlichen Ende der Strandstraße ist mehr möbliert denn je. Weitere Holzbänke werden auf dem neu entstandenen Platz am Übergang zum schmaleren Gehbereich aufgestellt. Auch vor dem Restaurant Das Kaiser ist ein kleiner Platz entstanden, den zwei Kiefern, die ursprünglich an der Ostsee zu Hause sind, markieren. Eine weitere markante Kiefer ersetzt die abgestorbene Eiche vor dem Strandbistro Bruno.

Ab hier bis zu Alexy präsentiert sich der Eingang zur Promenade breit und offen. Alle Bäume sind von großzügigen Bänken umrahmt. „Die neuen Lampen, die nicht blenden, erwarten wir im Laufe der nächsten Woche“, erläutert Philipp Brügmann vom Bauamt des Amtes Dänischenhagen. Er begleitet das 1,2 Millionen Euro teure Promenadenprojekt.

Auch die übrige Bepflanzung hat sich verändert. Ein schmaler Sandwall mit Dünengras zieht sich entlang der gesamten Strecke. Klink: „Das hat auch Küstenschutzgründe. Strandhafer hält den Sand und wurzelt tief. Im Gegenzug weisen wir die Kartoffelrose, die nicht zu unserem natürlichen Küstenbewuchs gehört und die heimische Flora verdrängt, in die Schranken.“ 5000 Strandhaferpflanzen haben Gärtner eingesetzt. 3200 Rotbuchen wurden als breite Hecken, Abgrenzungen und Einrahmung der Mülleinhausungen gepflanzt. Konzipiert hat das Kieler Landschaftsarchitektenbüro Bendfeldt, Herrmann und Franke das Gesamtprojekt. Der Garten-und Landschaftsbaubetrieb Dieter Schnoor aus Hüsby setzt es um. Eine Arbeitsgruppe der Kommunalpolitiker begleitet alle Arbeiten und trifft in Abstimmung mit der Gemeinde Gestaltungsentscheidungen.

Am Mittwoch beginnen die Arbeiten für den Shared Space. Zwischen Strandhotel und Kaufmann werden Bürgersteige aus Granit und Fahrbahn aus farblich passendem Asphalt auf gleiche Höhe gebracht und in die Flanierzone einbezogen. Fußgänger, Radler und Autofahrer sind danach gleichberechtigt, und Schritttempo ist angesagt. Brügmann: „Dafür sperren wir den Bereich ab morgen bis voraussichtlich Monatsende für alle Fahrzeuge voll, da auch neue Anschlüsse für die Regenwasserleitung notwendig sind. Linienbusse fahren die Haltestelle Siedlung in der Dänischenhagener Straße in dieser Zeit nicht an. Fahrgäste müssen die Endhaltestelle an der Strandstraße benutzen.“ „Unsere letzte Kraftanstrengung zum Schluss“, kommentiert Klink. „Dann haben wir in vier Monaten geschafft, was wir ursprünglich auf über zwei Jahre verteilen wollten.“

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Ein Artikel von
Cornelia Müller
Eckernförder Nachrichten

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