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Punkers Produkt im Queen-Backofen

Eckernförde Punkers Produkt im Queen-Backofen

„Eigentlich können wir nur Blech“, stapelt Dr. Henning Bähren tief. Dabei weiß jeder im Raum, dass die Mitarbeiter der Punker GmbH, deren Geschäftsführer Bähren ist, sehr viel mehr können. Nicht von ungefähr ist das Unternehmen, das seinen Hauptsitz seit über 60 Jahren in Eckernförde hat, Europas Spezialist für Radialventilatorlaufräder.

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Punker-Produktionschef Markus Oberle gab Uwe Fischer, Edgar Meyn, Wilhelm Hesterberg, Bernd Ernstmeyer und Jörg Sibbel (von rechts) einen Einblick in das Unternehmen.

Quelle: Uwe Rutzen

Eckernförde. Die Mitglieder des Ausschusses für Wirtschaft und Finanzwesen besuchten den Betrieb am Niewark und ließen sich von der Geschäftsführung über die Produktion informieren.

Die Punker GmbH sorge in vielerlei Bereichen für frischen Wind, sagt Bähren und sorgt für ein gewisses Erstaunen. Denn längst nicht jeder wusste bis dato, dass die Produkte „Made in Eckernförde“ in unzähligen Wäschetrocknern, Staubsaugern, Öl- und Gasbrennern, aber auch in Autos, Wind- und Klimaanlagen untergebracht sind. Dass die britische Königin und der amerikanische Präsident in ihren Backöfen ebenfalls im Ostseebad produzierte Laufräder haben, erwähnt der Geschäftsführer zwar nur beiläufig, aber nicht ohne Stolz.

Das Unternehmen mit einem Jahresumsatz von 36 Millionen Euro beschäftigt rund 300 Mitarbeiter, unter ihnen 20 Auszubildende. Nach Bährens Angaben werden hier im Jahr durchschnittlich fünf Millionen Räder hergestellt. In kleinen Serien von gerade mal fünf Stück, bis hin zu Großaufträgen. Die kleinsten Räder haben gerade mal einen Durchmesser von 67 Millimetern, die größten schon mal 800 Millimeter. So behauptet der Firmenchef denn auch, dass die Punker GmbH für 1000 Kunden weltweit der „perfekte Partner für lufttechnische Systemlösungen“ sei.

Doch ist Eckernförde auch der perfekte Standort für solch ein Unternehmen? Bähren weiß um die Stärken: loyale, langjährig tätige Mitarbeiter, die gute duale Ausbildung an den Fachhochschulen in Kiel und Flensburg und die deutlich niedrigeren Gehälter als in Süddeutschland. Allerdings kennt der erfahrende Chef auch die Nachteile: Die Mehrzahl der Kunden und auch die Zulieferer kämen aus den südlichen Regionen Deutschlands. Da dürfte es Dinge, wie die sehr lange Sperrung der Rader Hochbrücke, nicht geben. Und was im Rendsburger Tunnel passiere, sei „mehr als lächerlich“. Schleswig-Holstein müsse darüber hinaus vor allem für qualifizierte Facharbeiter sehr viel attraktiver werden.

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Ein Artikel von
Uwe Rutzen
Ressortleiter Eckernförder Nachrichten

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