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Chance auf Rechtsfrieden auf Rader Insel

Abriss von Schwarzbauten Chance auf Rechtsfrieden auf Rader Insel

Der jahrzehntelange Streit um Schwarzbauten auf der Rader Insel füllt beim Kreis Rendsburg-Eckernförde rund 30 Akten. Ein Vertrag mit einem Unternehmer und seiner Firma könnte das Ende aller Auseinandersetzungen bedeuten. Eingelenkt haben beide Seiten.

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Rader Insel liegt in Höhe Borgstedt im Nord-Ostsee-Kanal.

Quelle: Jörg Wohlfromm

Rader Insel. Es geht um Wochenendhäuser, Schuppen und Hütten ohne Baugenehmigung. Der Streit des Kreises mit den Eigentümern und Bewohnern begann vor mehr als 50 Jahren. Damals ging es um rund 70 Schwarzbauten. Einen Teil hat der Petitionsausschuss des Landtags vor neun Jahren legalisiert. Pächter, die damals 60 Jahre und älter waren, durften bis an ihr Lebensende bleiben.

Die Eigentümer wollten nicht abreißen

Zuletzt ging es nur noch um illegale Gebäude auf rund zehn Parzellen, bestätigt Martin Kruse, der Leiter des Kreis-Bauamts. Vor Gericht habe sich der Kreis Rendsburg-Eckernförde in allen Fällen durchgesetzt. "Wir wollten die Urteile umsetzen." Aber die Eigentümer wollten die Hütten nicht abreißen. Um sich durchzusetzen, hätte der Kreis den Abbruch selbst in Auftrag geben und womöglich auch bezahlen müssen, bestätigt Kruse. Der Beamte schätzt die Kosten auf rund 50.000 Euro.

Duldungsvertrag geschlossen

Stattdessen hat der Kreis mit einem Insulaner einen Duldungsvertrag über dessen sogenannte Blaue Hütte geschlossen. Der 93 Jahre alte Mann darf diese bis zu seinem Lebensende behalten, danach müsse das Haus kurzfristig abgerissen werden, sagt Kruse. Der Vertrag regelt auch, dass Schwarzbauten auf rund zehn weiteren Parzellen bis zum Ende des Jahres abgerissen werden müssen, bestätigte der Bauamtsleiter. Die Grundstücke gehören dem Mann beziehungsweise seiner Firma, einem Jachtservice auf der Rader Insel. Dann blieben nur noch etwa zehn Gebäude, die der Petitionsausschuss legalisiert hatte.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

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