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Radler sollen sicherer fahren

Kronshagen Radler sollen sicherer fahren

Seit langer Zeit plant Kronshagen, die Kreuzung Eckernförder Straße/Kopperpahler Allee/Johann-Fleck-Straße für Radler sicherer zu machen und zwei barrierefreie Bushaltestellen zu errichten. Baukosten von knapp 280000 Euro bereiten dem Verkehrsausschuss aber Bauchschmerzen.

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Künftig sollen Radler im Blickfeld der Autofahrer sicher über die Eckernförder Straße in die Kopperpahler Allee geleitet werden.

Quelle: Torsten Müller

Kronshagen. „Als ich das sah, habe ich mich hingesetzt“, stöhnte Ausschussvorsitzende Renate Graetsch (UKW) am Donnerstagabend, nachdem ein Planungsbüro die Kostenaufstellung präsentiert hatte. Für Winfried Dittmann (Grüne) war die Höhe inakzeptabel: „Mit gut 150000 Euro könnte ich noch leben – mehr Geld ist einfach nicht da.“ Ingenieur Wolfgang Mirwaldt verteidigte seine Arbeit: „Wir sollten das absolute Optimum darstellen.“

 Die Stadt Kiel ist in puncto Radler-Sicherheit vorangegangen und hat an mehreren Kreuzungen die Verschwenkung der Radwege aufgehoben. Dort fahren die Velos neben den Autos direkt über die Straße. Die Sattelsitzer befinden sich immer im Blickfeld der Autofahrer. An der Kronshagener Kreuzung der Eckernförder Straße ist das noch anders: Dort müssen die Radler jeweils an der Ampel kurz rechts abbiegen, um dann parallel zu den Fußgängern die Straße zu überqueren. Durch die Verschwenkung kommt es vor, dass Autofahrer die Zweiräder übersehen – Unfälle können die Folge sein.

 Bereits im vergangenen November hatte der Ausschuss die Aufhebung dieser Verschwenkungen beschlossen. Allerdings mussten die vom Kieler Büro IPP vorgelegten Pläne noch einmal überarbeitet werden. Bei einem Ortstermin in diesem Monat, an dem neben der Polizei und der Verkehrsaufsicht des Kreises auch der ADFC, die Gemeinde und der Beauftragte für Behinderung teilnahmen, wurden die letzten Details erörtert. Thema war auch die Sicherheit der Linksabbieger.

 Herausgekommen ist dabei eine komplette Neuordnung des komplexen Knotenpunktes: Bordsteine müssen aufgenommen, Gehwege sowie Mittelinseln verändert, Aufstellbereiche für Radler geschaffen, Signalzeiten geändert und Fahrbahnen abgefräst werden. Die Entfernung der bisherigen Markierungen sei eine Forderung der Straßenverkehrsbehörde, so der Planer, weil es sonst bei Regen „Phantom-Markierungen“ gebe.

 Dieter Enders (CDU) unkte: „Wir wollen eine neue Markierung für einen Radweg, der gar nicht mehr benutzt werden muss.“ Schon jetzt führen Radler auf der Straße. „Aber die neue Planung sagt ihm, wo er sicher fahren kann“, entgegnete Mirwaldt. Der Ausschuss vertagte die Entscheidung bis zur April-Sitzung. Jetzt muss in den Fraktionen über das Optimum diskutiert werden.

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Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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