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Radlern macht zugewachsener Weg zu schaffen

Quarnbek Radlern macht zugewachsener Weg zu schaffen

Obwohl Bürgermeister Klaus Langer ein Grüner ist, ärgert er sich über zu viel Grün. Anlass bietet der Radweg an der Landesstraße 194 zwischen Flemhude und Quarnbek. „Der wächst von den Seiten her immer mehr zu, Radfahrer weichen auf die Straße aus“, sagt er.

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Bürgermeister Klaus Langer (Grüne) ärgert sich über zugewachsene Radwege, die aus seiner Sicht die Sicherheit gefährden.

Quelle: Torsten Müller

Quarnbek/Achterwehr. Zuständig für die Pflege sind der Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr sowie Grundstückeigentümer.

 Klaus Langer legt den Zollstock an den Radweg an. Am linken Rand sind es 22, am rechten 30 Zentimeter, die mit Grün zugewuchert sind. „Der Zweirichtungsradweg ist insgesamt nur zwei Meter breit. Da kann es eng werden“, gibt Langer zu bedenken. Schon häufiger hat er Gemeindearbeiter beauftragt, das, was der Landesbetrieb beim Mähen nicht beseitigt, nachzuarbeiten. Sein Eindruck: Der Landesbetrieb ist personell ausgedünnt. In der Kurve vor Flemhude kommen noch spezielle Widrigkeiten hinzu: Dornige Äste ragen in den Radweg hinein, Pedaltreter weichen aus oder laufen Gefahr, sich zu verletzten oder die Kleidung zu beschädigen. Nach Angaben von Langer streiten sich Landesbetrieb und Anlieger, wer das üppig wuchernde Grün zu beseitigen hat.

 Unzufrieden mit der Arbeit des Landesbetriebes ist auch Bürgermeisterin Anne Katrin Kittmann (SPD) aus der Nachbargemeinde Achterwehr: „Die Mäharbeiten entlang der Kreisstraße 93 zwischen Achterwehr und Schönwohld sind ein Problem.“ Büsche seien zwar geschnitten worden, aber das Schnittgut sei großteils liegengeblieben. Ein Reisighaufen in einer Kurve bei Schwartenbock im Ortsteil Schönwohld behinderten die Sicht. „Der Radweg ist auch Schulweg“, betont die Bürgermeisterin.

 „Ja, wir sind in der Bearbeitung, aber noch nicht fertig“, sagte Matthias Paraknewitz, Leiter des Rendsburger Landesbetriebes. Das Grün werde abgeräumt, wenn der Betrieb es für wirtschaftlich sinnvoll halte. Grundsätzlich werde der Bewuchs zweimal im Jahr beseitigt: im Frühjahr und im Herbst. Die Kanten der Radwege pflege der Landesbetrieb aber nur alle zwei Jahre.

 Nach Angaben von Paraknewitz gibt es weder eine Vernachlässigung bei der Grünpflege noch eine Verkehrsgefährdung. Im speziellen Fall in Flemhude stehe die Behörde in Korrespondenz mit dem Anlieger, um die Zuständigkeit zu prüfen. „Gemeinde und Radler müssen sich gedulden, bis geklärt ist, wer die Kosten der Grünpflege trägt“, sagt der Leiter.

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Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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