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„Wir platzen aus allen Nähten“

Tafel hat Probleme „Wir platzen aus allen Nähten“

Lange Transportwege, zu wenig Lagerplatz und drangvolle Enge bei der Lebensmittelausgabe: Für die Bordesholmer Tafel ist der Standort Christuskirchengemeinde momentan alles andere als optimal. Die Einrichtung sucht dringend neue Räumlichkeiten – und will vor dem Hintergrund weiter wachsender Flüchtlingszahlen auch das Amt in die Pflicht nehmen.

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Die Lebensmittelkisten müssen Beate Kälbert und ihre Mitstreiter jeden Freitag 60 Meter weit und über zwei Anstiege zum Gemeindehaus tragen.

Quelle: Sven Tietgen

Bordesholm. Im vergangenen Jahr schnellten bei der Tafel die Nutzerzahlen in die Höhe. Von Januar bis Dezember 2015 wuchs die Zahl der registrierten Nutzer von 230 auf 323 Personen, darunter sind aktuell 183 Flüchtlinge. „Jede Woche kommen sechs bis acht Menschen dazu, wir platzen hier aus allen Nähten“, berichtete Tafelleiterin Beate Kälbert. Nach den neuesten Zahlen des Kreises soll Bordesholm in diesem Jahr 185 Flüchtlinge aufnehmen, Amtsdirektor Heinrich Lembrecht rechnet allerdings nur mit 140 Asylbewerbern. Bereits jetzt strömen freitags bis zu 200 Bedürftige zum Gemeindehaus an der Bahnhofstraße.

 Problematisch bei der Ausgabe ist vor allem die Schlepperei: Vom Lager in den Kellerräumen bis zum Gemeindehaus gegenüber müssen die mit Lebensmittelkisten bepackten Akteure 60 Meter inklusive zweier Steigungen überwinden. Die mühevolle Arbeit ist mittlerweile ein Ausschlusskriterium für Bewerber, die mithelfen wollen. „Rücken darf man bei uns nicht haben“, betonte die Leiterin der vor acht Jahren gegründeten Einrichtung. Weiterhin gibt es nicht genug Lagerplatz, Angebote von Großspenden muss die Bordesholmer Tafel oft ablehnen. Gespräche mit der Kirchengemeinde brachten keine Lösung der Raumprobleme. Ein neues Domizil zu finden ist schwer – die Tafel kann die ortsüblichen Gewerbemieten nicht zahlen.

 In dieser Situation pocht das Team um Beate Kälbert auf Hilfe vom Amt Bordesholm. „Das Amt ist in der Verantwortung, von dort werden die Menschen direkt zu uns geschickt.“ Das Thema Verantwortung ließ Lembrecht offen, gleichwohl sagte der Amtsdirektor Hilfe zu. „Schon in den nächsten Tagen werden wir mit der Tafel Gespräche führen. Bereits jetzt achten wir bei den Besichtigungen von Mietobjekten darauf, ob sie auch für die Tafel von Interesse sein könnten.“

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