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Rader Insel Wandern erlaubt

Jetzt dürfen Wanderer auf die Rader Insel: Der Eigentümer eines Privatweges muss nach einem Gerichtsurteil die Verbotsschilder abnehmen lassen. Dem ist ein jahrelanger Streit vorausgegangen.

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Noch hängt das Verbotsschild.

Quelle: Wolfgang Mahnkopf

Rader Insel. Eine 600 Meter lange, als Wanderweg genutzte Privatstraße auf der Rader Insel war jahrelang Zankapfel. Das Verwaltungsgericht in Schleswig hat mit rechtskräftigem Urteil die von der Eigentümerin, einer auf der Insel ansässigen Firma, eingerichtete Sperrzone aufgehoben. Fußgängern und Radfahrern ist damit nun das Betreten des Spazierweges in der freien Landschaft erlaubt. 

In der kommenden Woche will der Kreis Rendsburg-Eckernförde zusammen mit Borgstedt und Schacht-Audorf prüfen, welche Beschilderung im Sinne der Rechtslage vorzunehmen ist. Der Weg und das Gelände der Firma liegen auf dem Gebiet der beiden Gemeinden, die sich zusammen mit Rade die gut einen Quadratkilometer große Rader Insel im Nord-Ostsee-Kanal bei Rendsburg teilen.

Dann hat das Schild „Unbefugtes Betreten und Befahren verboten“ ausgedient, teilte Falk Hurrelmann mit. „Die Firma ist unserer Aufforderung, das Verbotsschild innerhalb der gesetzten Frist zu entfernen, nicht nachgekommen“, sagte der Leiter der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises. Die Tafel hing auch noch am Wochenende. 

Den Stein ins Rollen gebracht hat vor acht Jahren die Gemeinde Borgstedt. „Bewohner wollten dort spazieren gehen und sind von der Insel gejagt worden“, sagt Gero Neidlinger. Er sei nach Prüfung der Rechtslage nicht bereit gewesen, das Betretungsverbot zu akzeptieren, erklärt der Borgstedter Bürgermeister. „Ich habe daraufhin den Kreis Rendsburg-Eckernförde eingeschaltet.“ 

Die Rechtsauffassung des Kreises: „Nach dem Naturschutzrecht ist das Betreten der freien Landschaft gestattet.“ Hurrelmann beschrieb die Position der Firma so: Die Straße gehöre zum Betriebsgelände. Fußgänger und Radfahrer störten den Betriebsablauf, und der Betrieb sei eine Gefahr für Spaziergänger. Eine Stellungnahme der Firma war nicht zu bekommen.

Der Kreis habe das Unternehmen vor fünf Jahren aufgefordert, die Schilder abzunehmen, sagt Hurrelmann. Die Klage der Firma hat das Verwaltungsgericht Schleswig im November 2013 abgewiesen. Das Oberverwaltungsgericht hat jetzt den Antrag auf Berufung gegen das Urteil abgelehnt.

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Rader Insel
Foto: Privatwege führen auf die Rader Insel.

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