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Alle Möglichkeiten ausgeschöpft

Recyclinghof Bordesholm Alle Möglichkeiten ausgeschöpft

Der umgebaute und erweiterte Recyclinghof in Bordesholm wurde mit Vertretern aus Politik, Verwaltung, der kreiseigenen Abfallwirtschaftsgesellschaft (AWR) sowie den Versorgungsbetriebe Bordesholm (VBB) eingeweiht. Die VBB investierten 120000 Euro in den Standort, der mit weiteren in Konkurrenz stand.

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Vertreter von Kreis, Gemeinde, den Versorgungsbetrieben und der Abfallwirtschaftsgesellschaft besichtigten den modernisierten und erweiterten Recyclinghof.

Quelle: Sven Tietgen

Bordesholm. Mit einer Besichtigungstour weihte ein großer Kreis von Akteuren aus Politik, Verwaltung, der kreiseigenen Abfallwirtschaftsgesellschaft (AWR) sowie der Versorgungsbetriebe Bordesholm (VBB) den frisch umgebauten Recyclinghof an der L318 ein. Die VBB als Grundstückseigentümer investierten rund 120000 Euro in die Anlage, deren Zukunft eine ganze Zeit auf der Kippe stand.

 Grund war die 2014 ausgesprochene Kündigung des Pachtvertrages durch den Betreiber AWR, nachdem die Entwässerung nicht mehr den neuen, gestiegenen Anforderungen des Landesamtes für Landwirtschaft, Umwelt und Natur (LLUR) genügte. Über Monate diskutierten Vertreter der betroffenen Unternehmen mit den Spitzen von Amt und Gemeinde Bordesholm über Lösungen – und dachten dabei auch über einen neuen Standort nach. Bis zu sechs Alternativen wurden in den Ring geworfen, darunter auch Areale in Grevenkrug und Mühbrook. Den Ausschlag für die Beibehaltung des Bordesholmer Standorts mit einem neuen, zehn Jahre gültigen Pachtvertrag gab letztlich der stetig gewachsene Zuspruch der Bürger aus der Region.

 So stieg die Menge der angelieferten Wertstoffe von 2055 Tonnen in 2008 auf 3352 Tonnen im vergangenen Jahr. Zugleich kletterte die Zahl der Kunden auf 16999 Anlieferer in 2015. „Wir haben alle Möglichkeiten für eine Beibehaltung der Anlage vor Ort ausgeschöpft, das Angebot ist wichtig für Bordesholm“, erklärten Jörg Lüth, Aufsichtsratsvorsitzender der AWR und SPD-Kreistagsabgeordneter, sowie Bürgermeister Helmut Tiede (CDU) am Dienstag. VBB-Geschäftsführer Frank Günther stellte die neue Entwässerungslösung vor, bei der das anfallende Wasser vor Ort gesammelt und durch eine unter der L318 verlaufende Leitung in ein Regenrückhaltebecken fließt. „Dort können wir erkennen, wenn unerwünschte Stoffe ins Wasser gelangt sind, und bei Bedarf sofort reagieren“, erläuterte Günther.

 Zeitgleich wurde die rund 2000 Quadratmeter große Anlage, die zu den ersten Recyclinghöfen im Kreis gehört, erweitert und umgebaut. Jetzt können dort weitere Wertstoff-Container platziert werden, zudem wurde die Einfahrt deutlich verbreitert und ein neues Tor eingebaut. „Die Einfahrt war bislang viel zu eng, es gab immer Probleme bei der gleichzeitigen Ein- und Ausfahrt, jetzt haben wir viel mehr Platz“ erklärte Günther Braun-Oppert, Chef der OAR-Kompostierungsanlage auf dem Recyclinghof.

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