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Öko-Tourismus bringt Lohn und Brot

Kronshagener besuchen Uganda Öko-Tourismus bringt Lohn und Brot

Susanne Dannenberg, Kronshagener CDU-Gemeindevertreterin und ehemalige Bürgervorsteherin, war mit einer Reisegruppe aus der Gemeinde ganz inoffiziell in Uganda und hat dabei auch die mögliche künftige Partnergemeinde Bushenyi/Ishaka besucht.

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Einmaliges Erlebnis: Im Bwindi-Nationalpark, etwa 160 Kilometer von Rukararwe entfernt, traf die Reisegruppe mit den Kronshagenern auf Gorillas.

Quelle: Jens Rode

Kronshagen. Zwei Jahre lang habe sie die Wörter Bushenyi/Ishaka in den politischen Gremien immer nur gehört. „Jetzt wollte ich mir selbst mal ein Bild davon machen“, sagte sie nach ihrer Rückkehr. „Am meisten haben mich die Menschen und ihre Gastfreundschaft beeindruckt.“ Zwei bis drei Mal am Tag seien die Gruppenmitglieder spontan von Ugandern herzlich eingeladen worden. Das Überraschende: „Als Snack wurden jeweils Eier angeboten.“ Zu Gast war sie auch bei dem Bruder des verstorbenen Nyine Samson Bitahwa, der vor 30 Jahren zusammen mit dem damaligen Kronshagener Pastor Klaus Onnasch das Entwicklungshilfezentrum Rukararwe, in unmittelbarer Nähe von Bushenyi/Ishaka, aus der Taufe gehoben hatte. Bitahwa war vor dem Terrorregime Idi Amins geflohen, hatte in Kronshagen Asyl gefunden und diente seinem Land später als Botschafter in Berlin.

 Rukararwe erlebte Dannenberg als „grüne Insel der Seligen“. Das Klima sei durch die Höhenlage viel angenehmer als in der fernen Hauptstadt Kampala. Sie wohnte im Monkeyhouse und war erstaunt, wie viele Menschen in Rukararwe durch den auch mit Kronshagener Initiative angekurbelten Öko-Tourismus „in Lohn und Brot“ sind. Durch die Nähe zu Bushenyi/Ishaka nutzte Dannenberg die Chance, Jackson Kamugasha, Bürgermeister von Bushenyi/Ishaka, kennenzulernen. Von Uganda ging vor zwei Jahren die Initiative für eine kommunale Partnerschaft aus. In Kronshagen wurde seitdem viel darüber diskutiert und die Bereitschaft, aufeinander zuzugehen, erklärt, aber zu einem offiziellen Besuch ist es noch nicht gekommen. Privat hatten bereits im vergangenen Jahr die grünen Gemeindevertreterinnen Gudrun Rempe und Ulrike Khuen-Rauter den möglichen Partnern in spe einen Besuch abgestattet. Der erste offizielle Kontakt der Gemeinde ist für September geplant. In Bushenyi/Ishaka wird das Zögern durchaus bemerkt. Dennoch gab Kamugasha das Signal: „Wir warten.“

 Der Öko-Tourismus aus Kronshagen bleibt dagegen stetig: zwei Fahrten pro Jahr. Klaus Onnasch freut sich, dass er für die jetzige achte Reise nach Uganda einen neuen Leiter gefunden hat. Jens Rode, ehemaliger Kronshagener, war bereits 1990 mit den Pfadfindern der Christusgemeinde in Rukararwe. Die Bäume, die er damals pflanzte, haben bereits eine stattliche Höhe erreicht. Überhaupt habe sich das Land erfreulich entwickelt: „Damals gab es noch keine Elektrizität, statt Handy diente die Trommel der Kommunikation.“ Für Klaus Onnasch ist der Öko-Tourismus ein gelungenes Hilfskonzept, das auch den reicheren Ländern entgegenkommt: „Es gibt den Menschen Arbeit. Wer eine Zukunftsperspektive hat, muss nicht fliehen.“

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Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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