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Geburtstagsfeier im Museum

Rendsburg Geburtstagsfeier im Museum

25 Jahre Historisches Museum und Druckmuseum unter einem Dach im Kulturzentrum Hohes Arsenal in Rendsburg: Den Geburtstag feiern beide am Sonnabendnachmittag mit freiem Eintritt und Sonderführungen. Im Hof fahren 50 Oldtimer vor - vom Ford T aus 1930 bis zum BMW „Barockengel“.

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Sie laden ein zum Jubiläumsfest: Burkhard Tesche, der Vorsitzende des Fördervereins (links), und Martin Westphal, der Leiter des Historischen Museums.

Quelle: Jörg Wohlfromm

Rendsburg. An die Anfänge erinnert sich Museumschef Martin Westphal genau. Bevor das Historische Museum im Juni 1991 im Westflügel des grade sanierten Hohen Arsenals zur Teileröffnung lud, war es als Heimatmuseum im Historischen Rathaus untergebracht, eng und unter ehrenamtlicher Leitung. Undenkbar, dass dort der große Tresen des Eisenwarenhändlers Paul Matz aus der Königstraße Platz gehabt hätte. Der Umzug „war sicher eine Zäsur“, sagt Westphal. „Die Ausstellungsfläche hat sich verdreifacht.“ 200 bis 250 Quadratmeter Platz war im Historischen Rathaus, auf 700 Quadratmeter präsentiert Westphal im Hohen Arsenal auf zwei Geschossen die Ausstellung. Endlich konnten die sechs großen Stadtmodelle mit gesägten Häusern aus Holzwirken. „Wir hatten plötzlich völlig neue Möglichkeiten.“

Wie die Sonderausstellungsfläche im ersten Stock. 152 Schauen zeigte das Museum bisher dort, sagt der Leiter. Publikumsmagnet war 1993 die Joseph-Beuys-Ausstellung, „die erste überregionale Ausstellung“. Rund 5000 Besucher kamen, ein bis heute gehaltener Rekord. Flop war 2008 die Raucherausstellung. Eine Weile rätselten die Museumsleute, dann war die Sache klar: Nichtraucher kamen offenbar nicht, weil sie das Thema nicht interessierte. Raucher wollten sich nicht belehren lassen. Dazwischen lagen Sonderausstellungen mit Werken von Horst Janssen und Pablo Picasso, Karikaturen zur Fußball-Weltmeisterschaft im Jahr 2002 unter dem von Kirche heftig kritisierten Titel „Satanische Fersen“ mit einem Gott austricksenden Teufel auf dem Ausstellungsplakat und als Gegenentwurf die Präsentation des „Rendsburger Fragments“ der Gutenberg-Bibel. Anfangs gab es sieben bis acht Sonderausstellungen im Jahr, um das Museum bekannt zu machen.

Einmalig ist auch im weiten Umkreis das Druckmuseum, das die Entwicklung von Gutenbergs Handsatz mit Winkelhaken, Kniehebel- und Abziehpresse über den Maschinensatz bis hin zum Foto- und Computersatz zeigt. Im Maschinensaal stehen Heidelberger Tiegel, Frankenthaler Schnellpresse und eine Kreisbewegungsmaschine, Baujahr 1879 von Koenig & Bauer, alle sind voll funktionsfähig.

Das Museumsfest beginnt am Sonnabend, 18. Juni, um 14.30 Uhr. Neben Führungen lädt das Haus zu Druckvorführungen ein. Und es zeigt die schönsten Ausstellungsplakate aus 25 Jahren.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

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