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Im Zeichen der gelben Rose

Altstädter Vogelschützengilde Im Zeichen der gelben Rose

Die Stadt Rendsburg steht am Dienstag nach Pfingsten im Zeichen der Gelben Rose. Mit Sicherheitsnadel im Revers befestigt, ist sie eines der Symbole der Altstädter Vogelschützengilde. Diese älteste Bürgervereinigung der Stadt feiert am Dienstag ihren Gildetag mit Königsschießen als Höhepunkt.

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Sie laden ein zum Platzkonzert und Königsschießen: Hans von Fehrn-Stender (von links), Christopher Leptien, Bernhard Scheil, Thomas Krabbes und Knud Sauer.

Quelle: Hans-Jürgen Jensen

Rendsburg. 850 bis 900 Schüsse aus Kleinkalibergewehren mit Magnum-Munition sind nötig, um den Vogel aus nordischem Kiefernholz endgültig von der Stange zu holen. Vorher fallen seine Teile - Kopf, Flügel, Zepter, Zitrone etwa. Die Schützen zielen aus 100 Metern durch einen Tunnel. Schießoffizier Knud Sauer legt den Vogel zwei Tage in Wasser, damit er beim Gemetzel nicht vorzeitig zersplittert. Das dreistündige Schießen beginnt um 15.30 Uhr im Schützengrund an der Hindenburgstraße. Zaungäste sind willkommen. Die Gilde überträgt die Schüsse fürs Publikum auf Bildschirmen. 

Stolz ist die Gilde auf ihre Tradition als die älteste auf Freiwilligkeit beruhende Bürgervereinigung der Stadt, sagt Ältermann Thomas Krabbes. „Das wird man nicht durch Beliebigkeit.“ 65 Mitglieder zählt sie zurzeit. „Wir wollen familiär und beruflich gesettete Leute“, beschreibt Krabbes die Nachwuchssuche. „Unser Beuteschema geht bei Mitte 30 los.“ Als sogenannten Speckmichel nimmt die Gilde den Notar Markus Stöterau auf.

Für Christopher Leptien heißt es am Dienstag Abschied nehmen. Für den Kaufmann endet das Königsjahr. Die von Leutnant Peter Thomsen angeführte Garde holt ihn im Morgengrauen zuhause ab. Um 9 Uhr startet die Gilde dann ihren Ausmarsch am Historischen Rathaus zum Conventgarten. 

Von morgens bis abends dabei: Das von Kai Radzanowski geleitete Jugendblasorchester der Christian-Timm-Schule. Nach dem Rückmarsch von Gilde und neuem König spielt die Gruppe auf dem Altstädter Markt am Abend den Großen Zapfenstreich. Krabbes: „Den man sonst in Rendsburg nicht mehr hören kann.“

Der Tag endet mit einem Platzkonzert der Norddeutschen Sinfonietta. „Klassik als Straßenmusik als Geschenk der Gilde an die Rendsburger, eine tolle Idee“, nennt das ihr Leiter Christian Gayed. Zehn Streicher spielen Purcell, Dvořák, Mozart und Strauß - von Tango bis Walzer.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
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