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Angst vor Schimmel

St. Martinkirche Angst vor Schimmel

Die katholische St. Martinkirche in Rendsburg steht vor einer aufwendigen Sanierung ihrer Westfassade. Feuchtigkeit dringt bis ins Innere des Gotteshauses an der Herrenstraße. Rund 90000 Euro sollen die Arbeiten kosten, in drei Wochen beginnen und im November enden. Gottesdienste finden in der Kirche weiter statt.

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Die Wand ist feucht. Walter Preuß (links) und Eberhard Goll vom Kirchenvorstand zeigen die Schäden.

Quelle: Jörg Wohlfromm

Rendsburg. Walter Preuß, stellvertretender Vorsitzender des Kirchenvorstands, und Eberhard Goll vom Bauausschuss der Gemeinde stehen an der weiß getünchten Wand des Kirchenschiffs. Unter den Aposteln gewidmeten Leuchtern gleiten ihre Hände über die Oberfläche. Graue Flecken überziehen die Wand. Goll zupft eine Schicht weißer Farbe ab. So feucht ist die Wand. Vor zwei Jahren im Herbst tauchten die ersten Flecken auf, sagt Preuß. Tagelang hatte der Westwind heftigen Regen an die Fassade der Kirche gepeitscht. „Die grauen Flecken werden immer größer.“

Nach innen konnte die Feuchtigkeit dringen, weil Handwerker beim Bau der Kirche Mitte der 1960er Jahre an manchen Stellen rote Klinkersteine von der Außenhaut bis in die dahinter liegende Kalksandsteinmauer verlegt haben, erklären Preuß und Goll. So seien Brücken entstanden, die Feuchtigkeit in die Innenwände transportieren konnten.

Walter Preuß sagt: „Wir müssen sehen, dass wir die Feuchtigkeit aus der Kalksandsteinmauer bekommen. Sonst kommt der Schimmel.“ Die Feuchtigkeit hat sich als Kondenswasser bereits an der Decke gefangen. Von deren tiefster Stelle tropft es bisweilen herunter auf die hellen Fliesen des Mittelgangs, sagt Goll. „Wir hoffen, durch eine neue Wand das zu verhindern.“

Die äußere, rote Klinkerschicht an der Westfassade will die Gemeinde nun abreißen und neu bauen lassen. Die in drei Wochen beginnenden Arbeiten sollen bis Mitte November dauern, sagen Preuß und Goll. Mit 60000 Euro beteilige sich das Erzbistum Hamburg an den Vorhaben. 30000 Euro mache die Gemeinde locker. Preuß: „Zum Glück haben wir noch so viel, dass wir das aus der Rücklage zahlen können.“

Selbstverständlich ist das nicht. Für rund 30000 Euro ließ die Gemeinde vor drei Jahren den Fensterstreifen an der Westwand abdichten, und vor acht Jahren ließ sie den Innenraum für rund 165000 Euro umbauen.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

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